Kansas - Point Of Know Return Live & Beyond

Review

Weniger als zwölf Monate sind vergangen, seit KANSAS ihr 16. Studioalbum, mit dem zur Pandemie passendem Titel „The Absence Of Presence“, veröffentlicht haben. 2021 folgt ein Livewerk, ohne einen Track des aktuellen Studiooutputs. Der Grund ist klar: der Mitschnitt für „Point Of Know Return Live & Beyond“ ist aus dem Jahre 2019. Es handelt sich um die Jubiläumsshow zum Langeisen „Point Of Know Return“ aus dem Jahr 1977.

„Point Of Know Return Live & Beyond“ – ohne „The Absence Of Presence“

KANSAS, welche mit der Vorgängerband seit 1970 aktiv sind, zeigen in ihrer fünften Dekade eine starke Bühnenpräsenz und für 2020 war eine Europa-Tour geplant, welche in den Herbst 2021 verschoben wurde. Alles weitere zu dem Thema muss abgewartet werden. Anstatt untätig zu sein, greift die Band auf Livematerial zurück und kredenzt den Anhängern knapp zwei Stunden Musik.

Knapp zwei Stunden Musik bedeuten, dass „Point Of Know Return“ mit einer normalen Laufzeit von circa einer Dreiviertelstunde nur ein Teil des Outputs darstellt. So gesellen sich einige weitere Klassiker zu der Jubiläumsperformance. Der Opener „Cold Grey Morning“ stammt aus dem Jahre 1995. Anschließend geht es mit „Two Cents Worth“ zurück in das Jahr 1975 . So ist die erste CD eine kleine Best-Of Sammlung, auf der mit „The Wall“ und „Miracles Out Of Nowhere“ zwei Tracks von „Leftoverture“ und aus dem Jahre 1976 zu finden sind. Das Jubiläum des circa ein Jahr älteren Longplayers feierten KANSAS bereits 2017 mit „Leftoverture − Live & Beyond“.

Herzstück der Scheibe ist die zweite CD mit der kompletten „Point Of Know Return“. Sachen wie der Titeltrack, „Closet Chronicles“ oder „Hopelessly Human“ können auch circa 45 Jahre nach der Veröffentlichung begeistern. Wie oft bei Bands, welche eher für komplexe Musik stehen, ist der Top-Seller ein Titel, welcher gar nicht so gut in das Repertoire passt. Das ist bei KANSAS „Dust In The Wind“ und erinnert an „Easy Livin’“ und den Output „Demons & Wizards“ von URIAH HEEP. Einige weitere Best-Of-Tracks runden die Scheibe ab. Neben dem must play „Carry On Wayward Son“, den Sprung in die Neuzeit mit „Refugee“ („The Prelude Implicit“, 2016) geht es zum guten Schluss zurück zum ersten Werk aus dem Jahre 1974 mit „Lonely Wind“.

KANSAS live graben in den 70ern und 80ern

Was Musikfans beim Titel „Point Of Know Return Live & Beyond“ erwarten, erfüllen KANSAS. Das Herzstück des Werks liegt im Jahre 1977 und wird mit weiteren Beilagen aus den 70ern und 80ern verziert. Ob die hundertste Liveversion von „Carry On Wayward Son“ nötig ist, steht auf einem anderen Blatt. Wer mit KANSAS und progressiven Classic Rock der 70er und 80er etwas anfangen kann, sollte sich knapp zwei Stunden Zeit für den Output nehmen.

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08.06.2021

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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