Lana Lane - Gemini

Review

Es ist immer ein schwieriges Unterfangen, Klassiker zu covern. Man kann diese Songs entweder nur in stark variierter Form neu interpretieren, oder man sollte sie lieber nicht covern. Jedenfalls nicht auf einem regulären Album. Klassiker sind nicht umsonst eben solche geworden. Sie haben sowieso schon das gewisse Etwas und sind tausende Male durch die Rotationen der Radiosender gelaufen.

Was hat also LANA LANE zu bieten, die sich auf ihrer neuen Platte „Gemini“ ausschließlich dem Wiederaufbereiten von alten Sahnestücken widmet? Sie kann auf jeden Fall eine ausgewählte Riege an Top-Künstlern bieten, die die insgesamt 15 Tracks mit ihren virtuosen Künsten veredeln, darunter zum Beispiel Tony Franklin am Fretless Bass und George Lynch an der Gitarre. Dass ihr Lebenspartner Erik Nordlander mit von der Partie ist, versteht sich von selbst. Was kann ich allerdings zur Umsetzung der Coverversionen sagen? Natürlich sind sie perfekt gespielt und wenn man mit Lanas Stimme, die leider oft etwas eindimensional klingt, klarkommt, dann ist die Realisierung als sehr professionell zu bezeichnen. Es ist aber schon etwas enttäuschend, dass bei diesen Musikern nicht etwas mehr Liebe in ausgefallene Arrangements gelegt wurde. Bis auf eine Medley-Kombination aus Tracks von PINK FLOYDs „Dark Side Of The Moon“ mit Songs der Band HEART, gibt es wenige wirklich spezielle Momente auf „Gemini“. LANA LANE hat sich zwar nicht wirklich verhoben, aber einen bemerkenswerten Beitrag zur Musikkultur kann sie mit diesem Album nicht erbringen. Es ist zwar ganz nett, diese Songs mal wieder zu Ohren zu bekommen, aber bei mir erzeugt es eher das Verlangen, die alten Platten wieder hervor zu kramen und andächtig den Originalen zu frönen. Die Titelauswahl ist klasse, die Bandauswahl gelungen. Es gesellen sich zu den genannten Bands außerdem noch CREAM, JEFFERSON AIRPLANE, FOREIGNER und die guten alten THE MOODY BLUES.

Ein roter Faden ist durchaus zu erkennen, aber es sind halt nur Coversongs und immer wieder vermisse ich die Eigeninterpretation, die im Promotext angepriesene eigene Note. LANA LANE hat sich vielleicht selbst ein Geschenk gemacht, indem sie mit solch hervorragenden Musikern eine Scheibe aufgenommen hat. Ob die Fans diesen Output als Geschenk annehmen ist zweifelhaft. Aber es gibt ja ein vierzehntägiges Umtauschrecht…

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29.01.2007

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