Lonewolf - The Dark Crusade

Review

Damit hat nun wirklich niemand gerechnet! Ausgerechnet aus Frankreich kommt Teutonenstahl der Güteklasse RUNNING WILD mit einem guten Schuss GRAVE DIGGER mit eigener Marke, und während die Franzosen dem Werk und Wirken des Rolf Kasparek an allen Ecken und Enden ihre Ehre erweisen – „Viktoria“ zum Beispiel hätte durchaus auf einem Album wie „Pile Of Skulls“ oder „The Rivalry“ Platz gefunden, und mit der mitreißenden Hymne „Legacy Of The Wild“, das einige Highlights der Metal Piraten erwähnt, zollen LONEWOLF auf ihre Weise Tribut -, schlägt man dem Reaper ein Schnippchen und kann mit einem Album begeistern, das nicht darauf hoffen muss, mit einem müden Abklatsch ihrer alten Klasse die Erwartungen der Fans zufrieden zu stellen, sondern mit Arrangements und Details aufwartet, die vor Kreativität sprühen und dabei immer noch verdammt old school klingen.

Dazu hat sicherlich auch Andy La Rocque (KING DIAMOND), der am Mischpult wieder einmal einen außergewöhnlich guten Job erledigt hat, um „The Dark Crusade“, das mittlerweile fünfte Album der Band, authentisch und ganz im Stil der 80er klingen zu lassen, sein Scherflein beigetragen. Letztendlich sind die Gastmusiker – Majk Moti (Ex-RUNNING WILD, WILD KNIGHT) ist mit einem erstklassigen Gitarrensolo in der Midtempo-Nummer „Heathen Horde“ zu hören, Jan Bünning (PARAGON) veredelt den Titelsong mit seinem Bassspiel und Marta Gabriel (CRYSTAL VIPER) gibt ihre Künste am Keyboard im stimmungsvollen Intro „Dragons Of The Night“ zum Besten – das Sahnehäubchen auf diesem rundum gelungenen Album, das von der ersten bis zur letzten Minute einfach Spaß macht.

„The Dark Crusade“ ist ein absolut gelungenes Album, das zwar nicht ausschließlich aus Killertracks besteht – das abschließende, fast elf Minuten lange „The Hour 0“ klingt etwas schwachbrüstig und wirkt auf mich etwas künstlich in die Länge gezogen -, sich andererseits aber auch keinen absoluten Durchhänger erlaubt. Ein Pflichtkauf jedenfalls für den traditionsbewussten Headbanger, der Vocals im Stil von Chris „Onkel Reaper“ Boltendahl nicht abgeneigt ist.

13.11.2009

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