Lost Dreams - Where Gods Creation Ends

Review

Galerie mit 23 Bildern: Lost Dreams - Metalfest Winteredition 2011 - Oberhausen

Sehr eilig scheint man es im Hause Lost Dreams nicht zu haben, wenn es an das Veröffentlichen von Tondokumenten geht. Seit mittlerweile zwölf Jahren besteht die Band nun, wovon erst einmal sieben verstreichen mussten, bis 1999 das erste Demo „Reflections Of Darkness“ das Licht der Welt erblicken durfte. 2003 schob man dann nach einigen Samplerbeiträgen Eigenproduktion Nummer zwei hinterher, mit der wir es hier zu tun haben. Das Hauptaugenmerk der Band scheint eher auf Live Performances zu liegen, denn die Liste an Bands, für die man schon Opening Act spielen durfte, liest sich nicht schlecht: Sepultura, Morbid Angel, Dornenreich, Zyklon, Belphegor, um nur einmal die wichtigsten zu nennen. Lernen konnte man von den Großen anscheinend einiges, denn „Where Gods Creation Ends“ kann sich durchaus hören lassen. Gespielt wird laut Infozettel melodischer Death Metal, was ich in dieser Form allerdings so nicht ganz stehen lassen würde, da sich in dem Material auch genug schwarzmetallische Einschläge vernehmen lassen, um dem ganzen einen anderen Stempel aufzudrücken, was sich nicht nur am zusätzlich zu den Grunts auftretenden BM Gekrächze festmachen lässt. Insgesamt haben Agathodaimon und Graveworm, für die die fünf Österreicher auch schon eröffnet haben, schon einigen Eindruck hinterlassen, was den Einsatz von Keyboards und Harmonien (z.B. in „Sorrow“ oder „Prisoned“) angeht, was besonders bei den schnellen Blastparts deutlich wird, die das hauptsächlich im Midtempo angesiedelte Material hin und wieder anfeuern. Zusätzlich angereichert wird dieses ohnehin schon recht vielfältige Potpourri mit klassischen Heavy Metal Leads, womit man dem Attribut „melodisch“ insgesamt mehr als gerecht wird. Da hätte es dann auch des dünnen Keyboardgeklimpers nicht mehr bedurft, das hier und da die Songs befleckt. Denn eingängig genug ist „Where Gods Creation Ends“ auch ohne dieses wirklich sehr billig klingende Kaugummiding! Vielleicht schon ein wenig zu eingängig, denn für eine Langzeitwirkung fehlen der Scheibe ein wenig die songwriterischen Ecken und Kanten, an denen man sich halten könnte. Wer allerdings von Graveworm & Co. den ultimativen Kick kriegt, kann hier wenig falsch machen.

18.07.2004

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