Lunar Eclipse - Morbid Visions

Review

Auch die Hansestadt Bremen verfügt über Death Metal-Bands. Seit 1997 tummelt sich die Combo LUNAR ECLIPSE im norddeutschen Untergrund. „Morbid Visions“ nennt sich nun das neue Werk, das komplett in Eigenregie aufgenommen, gemixt und gemastert wurde. „Rise Of The Undead“ und „The Abyss“ zeigen gleich zu Anfang, was uns erwartet: melodischer Death Metal nach Art älterer BOLT THROWER mit einigen Old School-Einflüssen. Glucksender Gesang, eine durchaus starke Gitarrenabteilung (vor allem in „The Abyss“) und temporeiche Songs werden dem Hörer präsentiert. Breaks und stampfende Zwischenspiele lockern das Rasseln der Panzerketten auf. „The Reaper“ bietet eine fast schon sehr melodisch zu nennende Refrainpassage, in der natürlich gegrowlt wird. Außerdem gibts Glockenklänge und Geflüster. Ganz nett gemacht, auch das Gefauche am Ende des Songs. Akustisch eröffnet „Dead End“, die Band ist um Abwechslung bemüht.

Sie müssten kompositorisch noch etwas differenzierter zu Werke gehen; die Anlagen sind auf jeden Fall da. Es fehlt letztlich noch der Kick, was den Spannungsbogen innerhalb eines Tracks oder auch das Gesamtkonzept betrifft. Sozusagen das, was PATH OF GOLCONDA ausmacht. Aber die Leadgitarre ruhiger Natur ist schon mal ganz annehmbar. Sie könnten durchaus auch in Doom-Death-Gefilde eintauchen; dazu müssten sie aber den grauen Nebel von Mystara durchschreiten, was noch einige Opfer kosten wird, denn lang noch ist der Weg. Und gegen Ende der Scheibe merkt man doch, dass die Tracks immer ähnlicher werden. Die ruhigen Passagen, die ausnahmslos gut eingespielt sind, siehe und höre das atmosphärische Instrumental „Infinity“, sollten in Zukunft mehr mit den harten Sequenzen verwoben werden. Die Schwedenlicks könnten als Klammer genutzt werden. Und die Vocals, sie müssten etwas variabler produziert werden, denn sie tönen doch insgesamt zu sehr wie unter der Glasglocke aufgenommen und sind ähnlich wie bei DEBAUCHERY oder SIX FEET UNDER viel zu einförmig. Die zahlreichen Sprachsamples bzw. historischen Aufnahmen aus den Dreißigern („Through The Fire“) sollten sie unbedingt weglassen. Fazit: musikalisch ganz nette Ansätze, aber kompositorisch noch unausgereift. Old School-Puristen und DEBAUCHERY-Freaks können einen Punkt drauflegen.

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21.05.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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