Madison Roam - Madison Roam

Review

Mit einer Demo, einer Promo und einem brandneuen Schlagzeuger im Gepäck machten sich die vier Finnen MADISON ROAM Anfang 2012 auf, ihr selbstbetiteltes Debütalbum via Secret Entertainment unter’s Volk zu bringen – und ja, das rockt. Und wie das rockt: Hart rockt es, ein bisschen düster-gothisch rockt es, melancholisch rockt es, eingängig, und auch ein bisschen verzweifelt.

Das könnte an Beschreibung fast schon ausreichen, da es das, was MADISON ROAM machen, eigentlich schon auf den Punkt gebracht hat: Hard Rock der alten Schule im Kern, aber mit moderner, aufgeschlossener Attitüde und Einsprengseln der düster-melancholischen Mentalität des Gothic Rock. Falls es Leute gibt, die jetzt eigentlich weiterklicken wollen: Der Gothic-Anteil macht eher das Feeling des Albums aus, musikalisch kriegt man Hard Rock mit ganz dicken Eiern geboten. Dementsprechend richten sich die Finnen auch eher an die Oldschool-Fraktion, die in den Achtzigern groß geworden ist, haben aber eben dieses spezielle Feeling in ihrem Sound eingebaut, sodass auch jüngere Fans mit der Band durchaus glücklich werden dürften.

Bestenfalls ergibt das oben beschriebene musikalische Gerüst fette, fette Tracks wie den Opener „Lost“, das flotte „Welcome To The Show“ oder das an Grunge angelehnte „Mary-Lou“. Allerdings gibt es auch Songs wie „Saving You“ oder „Dreamer“, in der die Band scheinbar balladesk anmuten will, damit aber leider auch den Schmalzfaktor in die Höhe puscht. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Vocals von Sänger Tomi Hietanen, der zwar eigentlich eine sehr eigene und emotionale Stimme hat und so den Wiedererkennungswert der Band in die Höhe schnellen lässt – nur leider auch nicht immer zum Rest passt, gerade in ruhigeren, langsameren Teilen klingt Herr Hietanen als Sänger eher suboptimal.

Das soll „Madison Roam“ aber gar nicht zu sehr ins Negative ziehen: Dieses Album ist eingängig, emotional und fett, zwar mit einigen Schönheitsfehlern, die für Punktabzug sorgen, dafür dürfen aber sowohl Fans des guten, alten 80er-Hard-Rocks als auch Freunde jüngerer, modernerer (und düsterer) Rockmusik dieses Scheibchen antesten.

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23.06.2012

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