Malakhim - Demo I (Re-Release)

Review

Im Oktober letzten Jahres veröffentlichten die schwedischen Orthodox Black Metaller MALAKHIM ihre „Demo I“ in Eigenregie, an Neujahr brachten Iron Bonehead Productions schließlich eine CD-Version dieses Kleinods der schwedischen Satansszene heraus. Dass NAGLFAR-Gitarrist Andreas „AN“ Nilsson hier mit an Bord ist, ist übrigens irreführend, denn MALAKHIM erinnern eher an andere Kollegen der schwedischen Black-Metal-Szene: Die Demo weckt Erinnerungen an das großartige ONDSKAPT-Debüt „Draco Sit Mihi Dux“, und auch OFERMODs kultige 98er-EP „Mystérion Tés Anomias“ findet sich bei MALAKHIM wieder, während die beschwörenden Gesänge hin und wieder eher an die norwegischen Kollegen DØDSENGEL erinnern.

Die Kunst der „Demo I“ liegt woanders

Die tatsächliche Kunst hinter dieser Demo steckt jedoch nicht in den Zitaten und den Ähnlichkeiten des MALAKHIM-Stils zu anderen Bands, sondern in der Tatsache, dass es der Band gelingt, drei runde Kompositionen auf den Punkt zu spielen und ohne ein Gramm Fett zu viel auf den Markt zu schmeißen. So gibt es mit dem Opener „A Thousand Burning Worlds“ einen vergleichsweise melodischen Uptempo-Song, während „The Mass Of Flesh“ anschließend eher kalt und eindringlich, dabei weniger melodisch zu Werke geht. Den Abschluss der Demo macht „The Golden Shrines“, das wiederum ein wenig melodischer klingt und im kalten Mainriff zusätzlich noch ein paarmal in Richtung Norwegen schielt. Eindrucksvoll übrigens das wütende Ende.

MALAKHIM machen alles richtig

Nein, an der „Demo I“ ist kein Gramm Fett zu viel, es sitzt nahezu jedes Riff, es sitzt jede Melodie. Das kann man von vielen Profi-Alben nicht verlangen, von einer Demo schon gar nicht – in diesem Punkt merkt man eben, dass bei MALAKHIM mehrere gestandene Musiker am Werk sind. (Neben Herrn Nilsson nämlich auch noch Tommi „TK“ Konu von ehemals DEATHBOUND und THE DUSKFALL.) Und der Sound der Demo ist obendrein auch noch schick, MALAKHIM präsentieren ihren orthodoxen Black Metal nicht mit Proberaumsound, aber auch nicht totgeregelt. Schön lebendig, schön eckig und kantig klingt die Demo. Und ist damit eine Kaufempfehlung aller Fans der oben angeführten Vergleichsbands.

19.02.2018

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