Marc Rizzo - The Ultimate Devotion

Review

Auf den ersten Blick ähnelt Marc Rizzo jenen unzähligen Latino-Schmalzlocken, die mit ihren schwülstigem Schnulzen-Schmonzetten das Bild südländischer Musik im Mainstream nachhaltig negativ prägen. Greift der gebürtige US-Amerikaner jedoch zu seiner Gitarre, wird schnell klar, dass wir uns hier auf einer gänzlich anderen Baustelle befinden.
2003 verließ der junge Mann ILL NINO, seitdem steht er in Diensten von Max Cavalera und dessen Band SOULFLY. Angesichts des fortgeschrittenen Härtegrades dieser beiden Formationen scheint Marc Rizzo auf seinen Solo-Alben ganz gerne auch seine ruhigeren Phasen auszuleben und gibt sich reichlich experimentierfreudig.

Los geht es im Intro des Titeltracks mit einem virtuosen Flamenco-Part, der so urtypisch spanisch daherkommt, dass er gut und gerne auch von den GIPSY KINGS hätte stammen können. Natürlich wird wenig später doch noch die elektrische Verzerrung eingeschaltet und man bekommt zum ersten Mal die eruptiven Leads und Riffs zu hören, die dieses Album auszeichnen.
Die leichte Flamenco-Note bleibt über die gesamte Spielzeit hinweg erhalten, ansonsten dominiert wildes Gitarren-Gefrickel, das bisweilen in arge Effekthascherei ausartet. Leider ist die Produktion ein wenig zu dumpf geraten, was den Zugang zu diesem Album weiter erschwert und den Gesamteindruck nachhaltig trübt.

Die Gitarrentechnik von Marc Rizzo steht letztlich außer Frage. Das Songwriting wirkt jedoch ein wenig zu chaotisch und unstrukturiert. Der ständige Wechsel zwischen akustischen Flamenco-Parts, jazzigen Experimentalpassagen und progressivem Gefrickel sorgt für Abwechslung. Letztlich kann man beim Hören dieses Albums aber nur immer wieder die Fähigkeiten des jungen Gitarristen bewundern, ohne dass einen die Songs wirklich mitzureißen vermögen.
Vielleicht hätte hier und da ein wenig Gesang nicht geschadet. Den gibt es nämlich nur auf den beiden letzten Stücken „Lived And Learned“ und „All For Nothing“, dort beschränkt er sich jedoch auch auf aggressive Shouts, die man von anderen Bands schon zigfach besser gehört hatte. Insgesamt kein schlechtes Album, aber wohl nur etwas für lernwillige Extrem-Gitarren-Freaks.

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29.09.2007

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