Massive Punch - Dangerous

Review

Es muss nicht unbedingt von Vorteil sein, wenn man die eigene Band MASSIVE PUNCH tauft und dann das Debütalbum auch noch „Dangerous“ nennt und mit einem Kampfhund auf dem Cover ausstattet. So entstehen beim unbedarften Kunden hohe Erwartungen an die Power und Schlagkräftigkeit des Songmaterials. Tja, und leider können die fünf Saarländer jene nur stellenweise erfüllen, da ihr Erstlingswerk nicht immer so massiv und bissig ausfällt, wie es die äußeren Umstände suggerieren. Eigentlich startet alles sehr vielversprechend, denn der irgendwo zwischen HELMET und NICKELBACK liegende Opener „Igotull“ weiß durch die Bank zu überzeugen. Ebenfalls nix zu meckern gibt es über die stilistische Bandbreite, die MASSIVE PUNCH abdecken. Begegnen einem während „Friends“ noch 3 DOORS DOWN (Gesang) und MOTÖRHEAD (Riffing), kann man auch zu fast jedem anderen Song eine weitere Band als Vergleich heranziehen oder zumindest einzelne Fragmente bekannter Combos erkennen. „Runner“ ist eine stonige Kreuzung aus KYUSS und MONSTER MAGNET, „A New Breed“ kommt sehr LIFE OF AGONY-lastig daher und „Mindcrime“ weist eine dezente AUDIOSLAVE-Schlagseite auf, während in „Sick Of Life“ kleinere TYPE O NEGATIVE- und in „Do What You Want“ latente AC/DC-Versatzstücke zu finden sind. Eigentlich ein wunderbar bunter Cocktail, der keine Langeweile aufkommen lassen dürfte. Aber MASSIVE PUNCH schaffen es nicht durchgängig, das Weltklasse-Format ihrer Vorbilder umzusetzen, weswegen sich auch einige Nummern auf diesen Rundling verirrt haben, die nicht mehr als das Standard-Rockrepertoire abdecken (z.B. „Guff“, „Dangerous“, „Elbkings“ oder „Psychominds“). Schade eigentlich, denn hätten alle Songs auf der Instrumentalseite dieselbe Wandlungsfähigkeit und Power wie die Stimme von Sänger Christian Karlowatz, wäre „Dangerous“ wirklich gefährlich gut geworden. So aber schrammen MASSIVE PUNCH haarscharf an den 7/10 vorbei, haben aber ein Debüt hingelegt, das durchaus Lust auf mehr macht und auf dem sich aufbauen lässt.

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06.04.2004

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