Mist - Inan (EP)

Review

„Inan“ nennt sich der neueste Beitrag der slowenischen Occult Doomer MIST – eine Vier-Track EP, die neben drei Neukompositionen auch eine Neuaufnahme des Demotitels „Phobia“ beinhaltet.  Geliefert wird auf „Inan“ traditioneller, okkulter Doom Metal, der sich irgendwo zwischen SAINT VITUS und BLOOD CEREMONY bewegt – atmosphärisch vorgetragen, trocken runtergespielt.

Das klingt zwar etwas angestaubt und totgedudelt, ist jedoch im Falle von MIST eine recht unterhaltsame Angelegenheit: Die Gesangstimme von Nina Spruk meistert gekonnt alle Höhenlagen und weiß mit ihrer eindringlichen Art zu begeistern, die Gitarren schleppen sich unaufgeregt durch die Landschaft und auch stimmungsvolle Backvocals finden ihren Platz. Gerade „Frozen Velvet“, der mit knapp sechs Minuten längste Titel der Scheibe, nimmt durch radikale Entschleunigung und schweres Gitarrenspiel geradezu rituelle Züge im Stile von SABBATH ASSEMBLY an – sicherlich die stärkste Nummer auf dem kurzen Album. Der Titeltrack „Inan“, mit choralen Elementen versehen, und „Under The Night Sky“, ausgestattet mit einer schwer eingängigen Leitidee, können ebenfalls überzeugen. Um jedoch dauerhaft an Szenegrößen wie JEX THOTH heranzureichen, muss das Quintett noch eine Schippe auf den kompositorischen Scheiterhaufen drauflegen – einige Passagen, insbesondere im bereits erwähnten „Phobia“, klingen noch zu sehr nach Füllmaterial.

Aber warten wir mal gespannt auf die große Bewährungsprobe eines vollständigen Albums, die vier Damen und der Herr von MIST präsentieren sich als hoffnungsvoller Nachwuchs – als kleiner Vorgeschmack ist „Inan“ somit auf jeden Fall gelungen.

03.06.2015

Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

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