Nashville Pussy - Live In Hollywood

Review

Ich war im Vorfeld sehr skeptisch, ob es gelingen würde, die Energie, die NASHVILLE PUSSY live freisetzen auch auf Konserve, sprich auf DVD zu übertragen. Um es vorweg zu nehmen: Ich wurde nicht enttäuscht. Es ist insgesamt bis auf wenige Feinheiten gelungen.

Die Pussy-Rocker aus den U.S.A. touren sich seit Jahren nahezu endlos den Arsch ab und umso logischer ist es nun, dass mit „Live In Hollywood“ nach „Keep On Fuckin‘ In Paris“ endlich eine weitere DVD erscheint, die eine relativ aktuelle Performance der Truppe präsentiert.

Bereits bei der Möglichkeit der Sound-Auswahl punkten die Pussies, indem zur Wahl gestellt wird, ob man regulär Stereo, also 2.0 hören möchte oder sich die „Deluxe“-Version in 5.1 in die Ohren pfeifen will.

Die Song-Auswahl des Live-Gigs ist kaum zu bemängeln und Klopfer wie „Pussy Time“, „High As Hell“, „Go Motherfucker Go“ oder die IKE & TINA TURNER Coverversion „Nutbush City Limits“ regeln hier einiges.

Der Livesound geht vollkommen in Ordnung und auch der Auftritt der Band ist verdammt energiegeladen und somit mitreißend, selbst wenn das Publikum in Hollywood scheinbar (oder besser gesagt hörbar) nicht so recht aus der Hüfte kommt. Ein wenig wundert mich auch, dass sich NASHVILLE PUSSY in Sachen Speed wohl ziemlich zurückgehalten haben, denn als ich das Quartett live erlebt habe, ging ziemlich heftig die Luzi ab. Fast jeder Song wurde deutlich (deutlich!!!) schneller als auf dem entsprechenden Studioalbum gezockt, was dem Gig einiges an Power bescherte. Nun, selbst wenn dies auf „Live In Hollywood“ nur bedingt der Fall ist, wirkt die gesamte Performance rund und kann überzeugen; ihre Professionalität in Sachen Gigs merkt man der Band jedenfalls an.

Als Gourmet-Häppchen gibt es einen Blick hinter die Kulissen, Radio-Aufnahmen, Studio-Clips und ein paar Sachen mehr, bei denen man qualitativ mitunter allerdings einen kleinen Abstrich machen muss, da Bild- und Tonmaterial hier eher amateurhaft, bzw. semi-professionell sind. Nichtsdestotrotz besitzt der Stoff seinen Charme und stellt eine gute Abwechslung dar.

Neben dem Gig und einigen stellenweise richtig lustigen Features ist ein weiterer kleiner Höhepunkt sicherlich das Interview, das Lemmy (MOTÖRHEAD) mit NASHVILLE PUSSY führt. Spannend auch, wie „brav“ und ehrfürchtig Ober-Pussy und Rotzstimme Blaine Cartwright doch sein kann, wenn einer seiner großen Helden vor im hockt…

Gelungene DVD, die sich kein echter Rocker entgehen lassen sollte.

26.09.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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