Nasty - Heartbreak Criminals

Review

Soundcheck September 2023# 23 Galerie mit 21 Bildern: Nasty - Summer Breeze Open Air 2023

NASTY sind eine Band, die ihrem Namen vollends gerecht wird. Ein richtig fieser Breakdown jagt den nächsten, garniert von garstigen Vocals und einschüchternden Gangshouts. Außerdem schaffen es die Hardcore-Heimer aus Belgien, dass trotz der stumpfen Beats Abwechslung ins Groove-Gewitter kommt.

„Heartbreak Criminals“ ist nach über zehn Jahren Bandgeschichte das am meisten ausgefeilte Album von NASTY. Klar, hauptsächlich gibt es immer noch stumpf auf die Fresse, doch vor allem die Gitarren fliegen einem vielschichtiger und virtuoser um die Ohren. Auch die Arrangements der Songs können überzeugen. So wird zwar gerne Breakdown an Breakdown gereiht, aber eben an den passenden Stellen auch etwas Varianz ins Spiel gebracht.

„Heartbreak Criminals“ ohne Ende

Davon profitiert vor allem der Titelsong. Auch wenn Vocalist Matthi Tarnath gefühlt die ganze Zeit nur „Heartbreak Criminals“ wiederholt, steigert sich das Lied über stumpfe Riffs hin zu einem Clean gesungenen Part hin zu einem ausladenden Gitarren-Solo. An diesem Punkt schielen NASTY hin zu KILLSWITCH ENGAGE und damit auch ein ganz kleines Stückchen in den Mainstream.

Ironischerweise wird der Song mit „Total Domination“ und „Resurrection“ von den beiden härtesten Nummern des Albums eingerahmt. Auch in den beiden neu aufgenommenen Tracks „Declaring War“ und „Chaos“ zeigt sich, dass die neu gewonnene Spielfreude der Band vor allem ihre Standard-Nummern aufwertet. Tight, wuchtig und mit viel Rhythmus in den Fäusten bieten NASTY groovenen Hardcore, dessen aggressive Fuck-You-Attitüde auf eine positive Weise ansteckend ist.

Eine Prügelei für Zwischendurch

Trotz Dampfhammer-Beschallung bleibt jedoch kaum einer der Tracks wirklich hängen. „Heartbreak Criminals“ ist eine gute Prügelei für Zwischendurch, die beim Hören Bock auf mehr macht, dieses Verlangen aber eben nicht vollends stillen kann. Unterm Strich haben sich doch zu viele Filler auf die Platte verirrt, um ein erstklassiges Gütesiegel an das Album tackern zu können.

Doch auch wenn NASTY kein Hardcore-Aushängeschild fabriziert haben, sollten Genrefans vollauf bedient werden. Wer stumpfe Beatdowns mit dem gewissen Etwas und kleinen Überraschungen sucht, wird bei „Heartbreak Criminals“ fündig werden.

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15.09.2023

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