Necrotted - We Are The Gods That Tear Ourselves Apart

Review

Soundcheck April 2026# 12 Galerie mit 29 Bildern: Necrotted - Metalacker Open Air 2025

Wenn man den Abtsgmündern von NECROTTED eines nicht unterstellen kann, dann ist es auf der Stelle zu treten. Begonnen irgendwo zwischen zeitgenössischem Death Metal und Deathcore („Anchors Apart“), verschob sich die Grenze fortan mehr in Richtung Slam Death Metal und nahm zuletzt erneut eine Wendung mit, mehr Black Metal in den eigenen Sound zu integrieren. Mit „Imperium“ hat man diesem derzeit doch auch recht populären Stil etwas Drive verliehen, den man mit „We Are The Gods That Tear Ourselves Apart“ weiter ausbaut.

Stil weiter ausgebaut

Dass NECROTTED diesmal keinen Spurwechsel vollzogen haben, ist angesichts des sechsten Albums der Band in jeder Hinsicht positiv zu bewerten. Schon der Opener „Zeitenschlächter“ mit seinen schwarzmetallisch flirrenden Gitarren zum Auftakt und der runden Songstruktur zeigt, dass die Baden-Württemberger den eigenen Stil weiter ausgefugt haben. Das gesamte Genre krankt an häufig mordsmäßige komprimierten Soundbildern, doch auf „We Are The Gods That Tear Ourselves Apart“ bleibt nichts auf der Strecke, obwohl die Double-Bass-Wände erschlagend wirken können.

Ermüdende Beatdowns gehören endgültig der Vergangenheit an, stattdessen gibt der Gastbeitrag auf „Deus Ex“ die Richtung vor, in die NECROTTED musikalisch streben. Dort steht Sven De Caluwé von ABORTED am Mikrophon, während die Süddeutschen langsam an die Intensität der Belgier anknüpfen. Die Abfahrten sind zeitweise irre schnell, doch diesmal spielt das Songwriting viel häufiger mit. „Circus Sapiens“, „The Best And The Worst Of Times“ oder „Gottgeburt“ haben Hooks, die im Kopf bleiben, auch wenn mit hohem Tempo und spielerischem Anspruch hier viel passiert.

Trotz Filler auf dem richtigen Weg

Bei „Holy Shit Talker“ gibt’s dann auch noch Grunzhilfe von Maty (GUTALAX), ohne dass der Song aus dem Rahmen fällt. Zwar bedienen sich NECROTTED an einer Vielzahl aktuell beliebter Trademarks und ein paar Filler hat auch „We Are The Gods That Tear Ourselves Apart“ an Bord, doch eine Schärfung des eigenen Stils ist der Band aus der Summer-Breeze-Heimat nicht abzusprechen. Die moderne Interpretation des Stilmixes kann diesmal durchaus mit den Vorreitern konkurrieren.

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15.04.2026

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