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Newbreed - Newbreed

Review

Seit etwas mehr als zehn Jahren ackern diese Polen schon durch die Szene in ihrer Heimat, haben es bislang jedoch kaum geschafft auch international für Aufsehen zu sorgen. Mit ein Grund dafür war sicher auch die geschäftliche Seite, die man nun aber außer Acht lassen kann. Ihren Status werden NEWBREED auch locker vergrößern können, denn mit ihren beiden bisherigen Alben „If I Were The Rain“ und „Child Of The Sun“, sowie der DVD „Live In Rudeboy“ gelang der „Durchbruch“ bisher nur im polnischen Underground.

Doch nicht zuletzt durch ihren neuen Businesspartner sollte ein wirklich großer Sprung zu machen sein, an der Qualität dieser Band hingegen darf es nicht scheitern. Der Vierer (der als Unterstützung ihre beiden Landsleute Tomasz „Lipa“ Lipnicki (LIPALI, ex-ILLUSION) und Wacek „Vogg“ Kiełtyka (DECAPITATED) ins Studio lotste) hat nämlich ein ungemein breites Portfolio an progressiven Sounds im Angebot, das allen Freunden von eher „zeitgemäßen“ Progstern der Kategorie TOOL oder MASTODON die Freudentränen in die Augen treiben wird.

Deren Verständnis und Umsetzung für Rhythmik in Kombination mit Härte ist mit Sicherheit ebenso Pate für dieses Album gestanden, wie auch die Art und Weise erhabene Atmosphäre auf verträumte Weise darzubieten, wie es beispielsweise ihre Landsleute von RIVERSIDE oder auch PAIN OF SALVATION perfekt und mit Präzision vorexerzieren.

Obendrein lässt sich aber auch noch eine heftige Schlagseite hin zu eher melancholischen Düstermetallern wie den neueren KATATONIA erkennen, auch wenn man diesbezüglich anfügen muss, dass NEWBREED in Summe deutlich heftiger zur Sache gehen und ohne sphärische Keyboard-Flächen auskommen. Ganz im Gegenteil, phasenweise erwecken die Polen eher den Eindruck, sie wollten unter Beweis stellen, dass man derlei Sounds auch mit geradezu minimalistischer Instrumentierung, dafür im Gegenzug mit brachialer Intonation darbieten kann, was ihnen auch durchwegs gelingt und das ohne jegliche Abstriche in Sachen Emotionalität.

Gerade dieser Aspekt erscheint mir ohne als der wichtigste, denn bei aller spielerischen Klasse, die hier zwar sehr wohl zu vernehmen ist, wissen NEWBREED den Zuhörer mit ihrer – zugegebenermaßen zunächst etwas gewöhnungbedürftigen und auf den ersten Eindruck auch alles andere als zugänglichen – Melange aus wechselnden Gefühlen förmlich zu packen, und zwar mit jedem Durchlauf ein bisschen mehr.

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27.06.2011

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