Nightqueen - Seduction

Review

Aus Belgien kommen NIGHTQUEEN, die mit ihrer Mischung aus klassischem Heavy-Metal und der Stimme von Sängerin Hellen neue Einflüsse in die Welt der harten Klänge einbringen wollen. Kein leichtes Unterfangen, da bei einer solchen Kombination dem geneigten Fan gleich mehrere Bands einfallen, die ein ähnliches Ziel verfolgen. Was ist nun anders bei NIGHTQUEEN?

Energie und Verführung – NIGHTQUEEN

„Energy“ startet mit Beinah-Kreischgesang, fängt sich dann jedoch schnell und verwandelt sich zu einer High-Speed-Nummer, die insbesondere durch die Drums lebt und charakterisiert wird. Etwas schwerer kommt „Seduce Me“ daher. Die Basis sind kräftige Gitarren, die von eindrucksvollen Streichern unterstützt werden und damit ein breites Soundspektakel bieten. Diesen Track sollte man dringend probehören.

Die „Wall of Sorrow“ erinnert erntfernt an die frühen Aufnahmen von HELLOWEEN. Wenn da nicht wieder der angedeutete Kreischgesang wäre. Der Refrain ist gut, aber auf den eben genannten Effekt könnte man bei der Nachfolge-CD gut verzichten. Die Powerballade „Fuel The Fire“ geht auf Nummer sicher. Eine Bombast-Nummer, die man immer wieder hören kann. Vielleicht eines der besten Stücke dieses Albums. „Nightmares“ ist entgegen des düsteren Namens doch eher ein heiterer Beitrag, der gute Ansätze hat, allerdings fehlt es am letzten Kick, der einen Song unverwechselbar macht.

Die Midtempo-Ballade der CD ist „Silence and Tears“. Gut sieben Minuten muss man investieren, um diese Nummer in ihrer ganzen Länge genießen zu können. Sanfte Pianoklänge, die ein Duett eröffnen und die musikalische Stärke dieser Band unter Beweis stellen, sind nur zwei Aspekte dieser gelungenen Nummer, die zu jeder Zeit zu überraschen weiß.

Der Geheimtipp ist „Name of the Gods“. Eine gute Geschwindigkeit, die passende Portion Härte und eine gute Atmosphäre sorgen für ein schwereloses Gefühl beim Zuhörer. Hier darf es gern etwas lauter werden. „In Flames“ könnte sich zu einem Live-Garanten entwickeln. Der Track kommt mit einem sonnigen Gemüt und ungewöhnlichen Gitarrenvariationen daher und auch der Refrain eignet sich zum Mitsingen. „Nightfall“ ist ein wahrer Brecher, der Fans von BLIND GUARDIAN bereits beim ersten Hören die Freudentränen in die Augen treiben dürfte. Ein schön schneller und gelungener Ausklang dieses Werkes.

Albträume und die Dämmerung – „Seduction“

Fazit: NIGHTQUEEN veröffentlichen ein interessantes Album, das sich ziemlich an den klassischen Metalbands orientiert. Die Einflüsse von HELLOWEEN oder BLIND GUARDIAN sind wohl nicht zu leugnen. „Seduction“ rockt und macht Spaß, allerdings sollte man dringend den Kreischgesang überdenken. Etwas Feintuning noch an den Songs und dann sollte dieser Newcomer die Herzen der Fans erobern.

04.06.2019

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