No Creeps - Nice Noise

Review

Ich weiß nicht, was es ist, aber diese Band hat einfach das gewisse Etwas. Entweder ist es die Stimme des charismatischen Frontmanns Manuel Hafner, der mit seinem Afro-Look bestimmt eine neue Trendwelle anstoßen wird, die einen so fesselt. Oder aber ist es die Mucke an sich, die mich immer wieder an THIN LIZZY oder auch GLYDER erinnert? Ich kann es nicht genau sagen. Fakt ist, dass es sich um eine Band aus Deutschland handelt, der man es aber nicht unbedingt anmerkt.

Denn weder das Songwriting noch die englische Aussprache lassen darauf schließen, dass diese Combo aus good old Germoney stammt. Vielmehr vermutet man eine Band aus Großbritannien, Irland um genauer zu sein. Na ja, soviel dazu.

Die Stimme von Manuel Hafner klingt bemerkenswert warm und ausgeglichen, egal in welchen Tonlagen der Mann singt. Gemeistert hat er sie auf „Nice Noise“ alle. Die Tracks sind hervorragend arrangiert, die Harmonien ebenfalls. Die Instrumentalisten bieten einen musikalischen Hintergrund, bei dem jedes Instrument gleichberechtigt ist. Egal ob Gitarre (geiler Sound!), Keyboard oder Drums, jedes einzelne Teil kann klar herausgehört werden. Natürlich bleibt der Bass mal wieder etwas im Hintergrund, was die Band vielleicht etwas prägnanter hätte gestalten können. Dennoch kein Grund zur Klage, am Sound soll das Album nicht scheitern.

An den Tracks vielleicht? Nein, weit gefehlt. Auch hier haben die Jungs ihre Hausaufgaben mehr als gut gemacht. Die Stücke sind abwechslungsreich und gut geschrieben. Einzig verwirrend ist das Umherspringen zwischen den Stilen. Denn einerseits bieten die fünf Rocker klassischen und gradlinigen Hard Rock („Ready To Rumble“) dann wieder typische Heavy-Metal-Hymnen („One Mankind“) und ein wenig Prog („Wake Up“), versehen mit teilweise schrägen Keyboardpassagen. Insgesamt kann man das Album aber zu ca. 80 Prozent dem Hard Rock zuordnen. Und ich denke, dass sich das Quintett auf dieser Spielwiese mehr als wohl fühlt.

Und wenn man bedenkt, dass die Band u.a. schon mit DIE HAPPY, TWISTED SISTER, GOTTHARD und SAGA zocken durfte, kann man die ausgewogene und erwachsene Mucke nachvollziehen, die ganz sicher auf einem starken Selbstvertrauen der Rosenfelder basiert. Denn anders kann ich mir den Zustand nicht erklären, dass die Band so gar nicht ihrem Alter entsprechend agiert. Weiter so Jungs!

07.09.2007

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