Oz - Burning Leather

Review

Kennt noch wer die Finnen von OZ? Nicht? Keine Panik, das ist nicht wirklich eine Schande. Zwar haben die bereits in den siebziger Jahren gegründete Band einige qualitativ gutwertige Platten auf den Markt gebracht (die erste 1982, die letzte 1991), doch der Durchbruch wollte den Jungs um Sänger Ape DeMartini nicht so recht glücken, weshalb sie sich 1991 konsequenterweise aufgelöst haben. Mit “Burning Leather” melden sich OZ nun zurück.

Da kann man auf der einen Seite stöhnen, ob der gefühlten tausendsten Reunion. Das ist durchaus legitim. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass OZ im Underground eine treue Fanbasis besitzen und die alten Scheiben der Band nicht mehr allzu einfach zu bekommen sind. OZ wollen also erst einmal vorfühlen, ob überhaupt noch Interesse an der Band besteht. Neben neuen Songs befinden sich auf “Burning Leather” auch einige neu eingespielte Klassiker der Band. Fans dürfen an dieser Stelle durchatmen, denn die neuen Songs klingen typisch nach OZ und harmonieren mit Klassikern wie “Turn The Cross Upside Down” oder “Fire In The Brain“.
Dabei zeigt gerade auch der Opener “Dominator”, dass die Skandinavier nichts verlernt haben und den Spirit der Achtziger noch immer im Herzen tragen. Eine Hymne, die sofort ins Ohr geht und neben dem (hohen) Gesang von Ape DeMartini von knackigen Riffs getragen wird. Musikalisch hat sich nicht viel geändert. OZ spielen ihren eigenen Stil, der durch NWoBHM-Bands wie SAVAGE oder CLOVEN HOOF beeinflusst ist und absolut seine Daseinsberechtigung hat. Nach wie vor bestimmen traditionelle Mitsinghymnen das Bild von OZ, die musikalisch zwar weit weg von progressiven Gefilden agieren, ihre Instrumente aber beherrschen und nach wie vor gute Songwriter sind.

So bekommt der Hörer aber elf Nummern präsentiert, die wie aus einem Guss klingen und ich denke, das ist ganz klar ein Vorteil für OZ. Die Band weiß, dass es zum großen Durchbruch wohl nicht mehr kommen wird und zieht hier einfach ihren Stiefel durch. Jüngere Fans haben die Chance eine neue Band zu entdecken und auch für ältere Fans ist “Burning Leather” zu empfehlen. Die Produktion ist sehr traditionell gehalten, so dass der Charme der Originalversionen gut kompensiert wird. Hier hat Nicke Andersson (THE HELLACOPTERS, ex-ENTOMBED) beim Mix im Sinn der Band ganze Arbeit geleistet. Wer gerne zu Festivals wie dem “Keep It True“ oder dem “Headbangers Open Air” geht, OZ aber noch nicht kennt, macht mit “Burning Leather” nichts verkehrt. Gut, dass die Band sich mit diesem Album wieder in Erinnerung ruft.

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08.11.2011

Der metal.de Serviervorschlag

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