Oz - Forced Commandments

Review

Das nunmehr achte Studioalbum legen uns die Metaller OZ in dieser ungewohnten Zeit vor. Mit neuer Kraft und traditionellen Wurzeln wollen die Musiker auch neue Fans gewinnen. Keine Experimente, sondern schnörkelloser Heavy Metal steht auf dem Banner dieser Band.

Im Zeichen des Metals – OZ

Klassischer als „Goin‘ Down“ kann kein Intro für eine Heavy-Metal-Platte sein. Die Riffs prägen sich direkt ins Unterbewusstsein ein, während die Drums die Regie übernehmen und einen schnellen Sound kreieren, der bereits in den 80er Jahren funktioniert hat und es bis heute schafft, die Ohren der Fans zu entzücken. „Prison Of Time“ präsentiert sich ähnlich direkt wie sein Vorgänger. Kein Geplänkel, sondern ein Frontalangriff auf die Gehörgänge. Fans von HELLOWEEN werden an diesem Track ihre wahre Freude haben. Das Riff hat es definitiv in sich. Mit fast sieben Minuten Spielzeit ist „Switchblade Alley“ sicher etwas ungewöhnlich, aber nicht weniger gut produziert.

Der Gesang überzeugt bereits nach den ersten Sekunden, während sich das Tempo dieser Nummer eher etwas langsamer aufbaut und es dann aber schafft einen eigenen Charme zu erschaffen. Althergebrachte Klänge gibt es bei „Revival“. Ein Song, der einfach Spaß macht und immer geht. Etwas unauffällig vielleicht, aber dennoch kraftvoll. Zu ihren Wurzeln kehrt die Band mit „The Ritual“ zurück. Ein klarer, sauberer Track, der dem klassischen Heavy-Metal-Songverlauf folgt, ohne dabei langweilig zu wirken.

Mit „Spiders“ findet sich ein weiterer Beitrag auf dieser Veröffentlichung, die sich an den Größen des Genres orientiert. Die Mischung aus AXEL RUDI PELL und HELLOWEEN hat zwar ihren Reiz, ist aber eher unspektakulär und verliert sich bei fortschreitender Spielzeit. Es ist gut produziert, aber es mangelt an Abwechslung und dem Wiedererkennungswert. Die Hauptballade des Albums ist „Long And Lonely Road“ und gleichzeitig der Anspieltipp der Platte. Gefühlvoll und nachdenklich zeigt sich der ruhige Teil und schafft es irgendwie, das Herz des Zuhörers zu erobern.

Keine Experimente – Forced Commandments

OZ verstehen ihr Handwerk. Die Songs sind gut durchdacht und perfekt produziert. Leider fehlt es an Wiedererkennungswert und der Unverwechselbarkeit. „Forced Commandments“ ist ein gradliniges Heavy Metal Album, das insbesondere Fans von HELLOWEEN oder ACCEPT gefallen dürfte. Es eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für erfahrende Hörer.

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14.05.2020

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