Pandemia - Riven

Review

Die Tschechen PANDEMIA bleiben auch mit „Riven“ ihrem auf den beiden Album-Vorgängern – „Spreading The Message“ (2000) und „Personal Demon“ (2002) – eingeschlagenen Weg absolut treu bzw. haben mittlerweile auch ein paar Nebensträßchen gefunden. Im Klartext heißt das, dem Hörer wird Death Metal mit allerlei Wendungen innerhalb der Songs um die Ohren gehauen. Gottlob gleitet das Ganze nicht in eine unmotivierte Guckt-mal-wie-verrückt-wir-sind-Orgie ab, da trotz allen technischen Anspruchs – den die Jungs zweifelsohne haben – Wert auf den Track an sich gelegt wird. Dieser ist meistens schleppend und walzt äußerst bedrohlich auf einen zu, wobei „bedrohlich“ in diesem Fall fast wörtlich zu nehmen ist. Denn gerade das Erzeugen von extrem düsteren Stimmungen, die man fast fühlen kann und den Eindruck erwecken, Gevatter Tod höchstpersönlich biege gleich um die Ecke, ist eine große Stärke der Band. So sind ‚Legion Beneath‘, ‚Us And Them‘, das Instrumentalstück ‚Dispirited‘ (der Titel ist Programm!) und das sarkastische ‚A Place Under The Sun‘ ganz finstere und schwer verdauliche Death-Metal-Brocken. Zusätzlich unterstützt wird diese Tatsache durch den komprimierten (und sehr fetten) Gitarrensound, der ähnlich wie bei Platten von und mit Devin Townsend erst mal verarbeitet werden will.
Dass die Burschen von PANDEMIA darüber hinaus nach zehn Jahren Todesblei auch an ihren Instrumenten ’ne sehr gute Figur machen, dürfte sich von selbst verstehen. Folglich werden die an einigen Stellen erfreulicherweise eingestreuten Blastbeats zermalmend auf den Punkt gespielt.
Warum trotz all dieser Vorzüge „nur“ sieben Punkte (mit klarer Tendenz nach oben) unter dem Review stehen, wollt ihr wissen? Nun, zum einen bleibt Grunzer Michal etwas hinter der Leistung seiner Kollegen zurück, da er zwar kompetent, aber auch ziemlich monoton röchelt, und zum anderen geht PANDEMIA ab und zu noch diese völlig runterziehende Atmosphäre verloren.
Nichtsdestotrotz sollten Death-Metal-Fans auf jeden Fall in „Riven“ reinhören; zu entdecken gibt es genug.

14.01.2006

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Riven' von Pandemia mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Riven" gefällt.

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Shopping

Pandemia - Rivenbei amazon2,89 €

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 33131 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare