Pantaleon - Pantaleon

Review

Es liegt der Verdacht nahe, dass sich die Kölner PANTALEON nach der heimischen St. Pantaleon-Basilika benannt haben, aber genaueres weiß man halt nicht, dafür sind die musikalischen Vorbilder des Quintetts umso offensichtlicher. Die aus der Band DISSOCIATIVE hervorgegangene Truppe mag’s einerseits gerne schön progressiv, andererseits kraftvoll-melodisch und dürfte vor allem Fans von SYMPHONY X, DREAM THEATER oder KAMELOT ansprechen. Ihr selbstbetiteltes Debütdemo enthält fünf Tracks und bringt es auf rund eine halbe Stunde Spielzeit und die Zeichen stehen auf Sturm.

Nach einem harten, rhythmusbetonten Instrumental als Introsong („The Circle Begins“) steigen PANTALEON mit „Silent Reign“ richtig ein. Der Track hat ein gutes Basisriff und einen kraftvollen, aber keineswegs klischeehaften Power-Metal-Chorus. Da kommt dann auch Sänger Patrick Sühl erstmals richtig zur Geltung, der dem PANTALEON-Sound die richtige Würze verleiht, denn mit seiner Reibeisenröhre könnte man glatt vermuten, Bob Catley von MAGNUM würde hinterm Mikro stehen. Sein beißendes Organ lässt es in dem Song richtig schön krachen und mit dieser Wucht könnte der Mann auch locker in jeder klassischen Hard-Rock-Band bestehen. Kompliment! „Closing Wounds“ startet dann erneut heavy, doch die anschließende ruhige Pianopassage macht deutlich, dass es PANTALEON auch ruhiger angehen lassen können. Der Song ist insgesamt etwas melodischer ausgerichtet und ein glänzendes, groovendes Break reißt es am Ende noch richtig raus. Das Herzstück der Scheiblette ist allerdings der Longtrack „Virus“. Die wiederkehrenden melodischen Leads sind einfach nur begnadet, die mehrstimmigen Shouts dagegen etwas gewöhnungsbedürftig. In dem Track werden wie wild Wechsel vollzogen, was anfangs etwas gewollt wirkt, sich mit der Zeit aber immer besser zusammenfügt. Und zum Abschluss des Demos gibt es mit „Winter’s Sun“ noch einen melodischen, fröhlichen Song mit atmosphärischen Strophen und einem sehr harmonischen Mittelteil. Insgesamt ein Stück, das auch einer Melodic-Rock-Kapelle entstammen könnte.

Mit „Pantaleon“ ist den Jungs ein guter Einstand geglückt, der Appetit auf mehr macht. Gut, ein wenig mehr eigene Identität wäre schon wünschenswert, wobei ich erneut erwähnen muss, dass die Vocals verdammt viel hermachen. Musikalisch ist das alles auf einem ordentlichen Niveau, die Produktion ist für eine Eigenproduktion ebenfalls im grünen Bereich. Mal sehen, was den Jungs so als Nächstes einfällt.

Zur Info: Auf der Myspace-Seite der Band könnt ihr euch das komplette Demo kostenlos runterladen.

22.07.2009

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