Passion For Sorrow - Demo 2009

Review

Auch wenn der Bandname suggeriert, dass wir es hierbei mit „Sorgenkindern“ zu tun hätten, sei der Anhängerschaft von elegischen Gothic / Doom / Death / Dark Metal-Klängen mitgeteilt, dass hinsichtlich der musikalischen Darbietung keinerlei Grund zu Sorge besteht. Auf ihrem Szene-Einstand kredenzt uns diese Formation nämlich ein durchaus beachtenswertes Werk, das sprichwörtlich in der Grauzone der genannten Genres anzusiedeln ist.
Chef im Ring ist der aus der Slowakei stammende Fedor Furnadžiev, der PASSION FOR SORROW ursprünglich als Solo-Unternehmen ins Leben gerufen hat und offenbar noch immer federführend ist, schließlich ist er auf „Demo 2009“ für Gitarren, Gesang, Schlagzeug und Tasteninstrumente zuständig gewesen. Kein Wunder allerdings, hält man sich vor Augen, dass es für den Kerl in der Anfangsphase nicht gerade einfach gewesen ist loslegen zu können. Erst nachdem Fedor in Matej Slany (Gitarre) und Peter Straka (Bass) zwei alte Bekannte rekrutieren konnte (die zusammen mit Fedor bereits den Stamm der Quasi-Vorgängerband ALONE IN THE DARK bildeten), hielt er PASSION FOR SORROW reif genug um ein Demo einzuspielen.

Die lange Vorlaufzeit war eine kluge Entscheidung, denn das Ergebnis kann sich in der Tat hören lassen. Basierend auf zum Großteil melancholischen Dunkelriffs lassen uns die Slowaken ihre Kompositionen zu Gehör kommen, wissen diese jedoch immer weider mit „Lichtstrahlen“ zu versorgen. Will sagen, auch wenn man des Öfteren den Eindruck erhält die Chose würde geradewegs gen dunkelgefärbten Todesmörtel in Moll und eher gemächlichem Tempo tendieren, verstehen es die Herrschaften für Abwechslung und Auflockerung zu sorgen. Vor allem durch die gewieft eingesetzten Keyboard-Passagen, die durchaus zugänglich, aber dennoch völlig kitschfrei dargeboten werden, gewinnen die Tracks an Tiefe und lassen zudem aber auch immer wieder ein gewisse „Helligkeit“ vernehmen.
Anleihen an Formationen wie MY DYING BRIDE, frühen ANATHEMA, sowie KATATONIA, aber auch BEFORE THE DAWN sind zwar durchaus nachzuvollziehen, doch zumeist gehen es PASSION FOR SORROW in Summe doch ein wenig hurtiger an, sodass der pure Doom an sich zwar im Gesamtwerk gut integriert werden konnte und sehr wohl als essentielle betrachtet werden darf, aber dennoch nur in Spurenelementen zu vernehmen ist.

Ein wirklich hörenswertes und schlichtweg ergreifendes Debüt, das auf weitere Exponate des Schaffens dieser Band warten lässt.

11.12.2009

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