Kein Cover

Plan E - E For Your Eyes/ E For Your Ears

Review

Manchmal glaube ich, ich müßte den Absatz, der die im Dark Site vertretenen Stile beschreibt, auf Schriftgröße 7, fett und blinkend einstellen, damit uns wirklich mal CDs erreichen, die voll und ganz zu uns passen :). Andererseits dürfte, wenn man ehrlich ist, dann auch sowas wie die aktuelle Tiamat hier nicht vertreten sein, die auch nichts mehr mit Metal am Hut hat. Damit wären wir bei dem angelangt, was mich hier aus Finnland erreichte: Zwei CD-Singles (wußte übrigens gar nicht, daß diese keksgroßen niedlichen Scheiben noch hergestellt werden…) der Band Plan Auf diesen EPs präsentieren sie eine Musik, die als eine melancholische Mischung aus David Bowie, Nick Cave, Tiamat, Trance und diversen Doom bzw. Gothic-Elementen beschrieben werden kann. Vom Metal gewohnte Gitarrenklänge findet man hier kaum, dafür sehr viel Keyboard und Drumeinlagen. Die Wahl der Instrumente liest sich auch dementsprechend ungewohnt: Hard, Soft und Slapping Bass, Drums und Keyboards… Damit kann man natürlich eher weniger druckvolle Musik machen, die einen sofort mit sich reißt. Ähnlich wie bei Tiamat’s A Deeper Kind of Slumber muß man sich lange in die Musik hineinhören, um mit den ungewohnten Keyboardmelodien klar zu kommen. Die Musik entfaltet ihre Wirkung als Gesamtwerk und nicht mit einzelnen Elementen in den Songs.
Vielleicht sind es gerade die ungewohnten Klänge, die den Reiz dieser CDs ausmachen. Bei Björk ist es ähnlich: Egal ob man die Musik nun mag oder nicht, sie ist so fremdartig, daß man zu Anfang nicht einmal ein Urteil fällen kann, weil man einfach absolut keinen Zugang zu ihrer Welt findet.
Gesangstechnisch kann man Plan E in die Richtung Nick Cave-Ballade einordnen, mit einem Spritzer David Bowie.Was ich im Endeffekt damit anfangen soll weiß ich nicht. Die Musik von Plan E klingt sehr interessant, ist voller Elemente, die man wirklich noch nie in dieser Form gehört hat und damit sehr eigenständig, aber sie ist auch sehr sehr fremdartig, so fremdartig, daß mir einfach nichts weiter als Beschreibung einfällt. Hätte Douglas Adams, als er damals die Soundeffekte zu der Per Anhalter durch die Galaxis-Serie zusammengemischt hat, Plan E gekannt, so hätte er ihre Musik garantiert eingebaut, für den Aufenthalt auf Magrathea zum Beispiel oder Milliways oder die Gesänge der Bewohner von Krikkit…
Anspieltips sind „Deep“ und „Gallowspole“

20.01.1997

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