Pride & Glory - Pride & Glory

Review

Zakk Wylde dürfte so gut wie jeder durch seine Mitwirkung bei OZZY OSBOURNE als auch seine eigene Band BLACK LABEL SOCIETY kennen. 1994 veröffentlichte der umtriebige Gitarrist und Sänger allerdings auch unter dem Namen PRIDE & GLORY ein selbstbetiteltes Album, mit welchem er sich schwerpunktmäßig dem Southern / Country Rock widmete. Dieses wurde nun mit umfangreichen Bonussongs verteilt auf zwei CDs wiederveröffentlicht.

„Pride & Glory“ – eine Zwischenstation in der Karriere von Zakk Wylde

Für „Pride & Glory“ holte sich Zakk James Lomenzo (Ex-WHITE LION und MEGADETH) und Brian Tichy (Ex-WHITESNAKE und FOREIGNER) an Bord. Als Trio entstand ein Album voll rauem, ungehobeltem und wunderbar lässigem Southern Rock / Country Rock, das sich stilistisch doch ziemlich von BLACK LABEL SOCIETY unterschied. Die Einflüsse, welche Zakk in „Pride & Glory“ einfließen ließ, sind schnell ausgemacht: Das Werk pendelt stilistisch irgendwo zwischen LYNYRD SKYNYRD, THE ALLMAN BROTHERS BAND, BLACK SABBATH (war ja klar…) und BLACKFOOT. Dabei zeigt das Trio ausgeprägten Improvisations-Willen, insbesondere natürlich im starken Gitarrenspiel mit teils furiosen Soli, wobei Zakk den Bogen hier manchmal auch etwas überspannt. Damals war der gute Mann mit den berühmten Bullseye-Gitarren auf jeden Fall deutlich besser bei Stimme, wen wundert es, Mr. Wylde ist eben dafür bekannt, schon immer gerne viel Alkohol zu trinken, und auch das viele Touren inklusive entsprechenden Gelagen hinterlassen ihre Spuren in der Stimme. Jedenfalls beherrscht Zakk hier gesanglich sowohl harschere Rocker als auch Akustikballaden. Verglichen mit BLACK LABEL SOCIETY sind die Stücke bei PRIDE & GLORY luftiger arrangiert und setzen weniger auf satte Riff-Power. Highlights auf dem abwechslungsreichen „Pride & Glory“ sind der hypnotische Opener „Losin‘ Your Mind“, die heavy rockende Uptempo-Nummer „Horse Called War“, die Banjo-Ballade „Lovin‘ Woman“, das mit einem klasse Piano veredeltem „Sweet Jesus“, die „‘Freebird“-Verneigung „Found A Friend“ als auch das wunderbar swingende „Toe’n The Line“. Auf der Bonus-CD gibt es Coversongs von BLACK SABBATH („The Wizard“), THE BEATLES („Come Together“) und LED ZEPPELIN („In My Time Of Dyin’“), die Sumpf-Country-Nummer „The Hammer And The Nail“ sowie das ebenfalls unbekannte „Torn And Tattered“. Weiter enthalten sind noch die Akustikversion von „Machine Gun Man“ sowie das exklusive „Mother Mary“ – macht in der Summe nochmals zusätzliche 35 Minuten Bonusmaterial!

Südstaaten Rock – „Pride & Glory“

„Pride & Glory“ ist eine Reise zurück zu Zakk Wyldes Wurzeln, der neben Metal auch jede Menge Southern Rock im Blut hat.

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12.11.2019

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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1 Kommentar zu Pride & Glory - Pride & Glory

  1. Norskvarg sagt:

    mr. wylde ist eben dafür bekannt, schon immer gerne viel alkohol zu trinken: <——– zur damaligen zeit war dies sicher der fall. allerdings war er 2008 oder 2009 im krankehaus (blutgerinsel). danach hat er sich vom alkohol verabschiedet & trinkt wohl heute eher kaffee als bier.

    ein tolles album, welches die wurzeln von zakk eindeutig zeigt & southern rock atmet.

    8/10