Pyramaze - Disciples Of The Sun

Review

Fast genau sieben Jahre sind seit dem Erscheinen des letzten PYRAMAZE-Albums „Immortal“ vergangen – eine verdammt lange Zeit im schnelllebigen Musikbusiness. Doch nun melden sich die Dänen mit „Disciples Of The Sun“ umso eindrucksvoller zurück und lassen die Rückkehr einer Band bejubeln, deren Abschied szeneintern kaum jemandem wirklich aufgefallen war.

Sieben Jahre bieten natürlich eine Menge Raum für Veränderungen. Die offensichtlichste zuerst: Matt Barlow (ASHES OF ARES, ex-ICED EARTH) hat sein kurzes Gastspiel bei der Band beendet und auch sein Nachfolger Urban Breed (ex-TAD MOROSE) ist längst Geschichte. Dafür ist PYRAMAZE mit dem Einstieg von Jacob Hansen ein echter Coup gelungen. Dass die Produzentengröße persönlich für einen fetten Sound gesorgt hat, versteht sich von selbst, darüber hinaus überzeugt er jedoch mit seinen Fähigkeiten als Gitarrist und insbesondere Songschreiber. So dürfte er maßgeblichen Anteil daran haben, dass die Dänen mit „Disciples Of The Sun“ nicht nur ihre Wiedergeburt feiern, sondern dabei auch noch in ungeahnte Qualitätssphären vorstoßen können.

Das Songmaterial kann vom erhabenen Instrumental-Intro „We Are The Ocean“ bis zur finalen Ballade „Photograph“ ausnahmslos überzeugen. Man fühlt sich unweigerlich an MERCENARY zu Zeiten von deren grandiosen Meisterwerken „11 Dreams“ und „The Hours That Remain“ erinnert, woran nicht zuletzt Sänger Terje Harøy großen Anteil hat. Dessen Stimme erinnert stark an Mikkel Sandager und fügt sich damit perfekt in die aller Progressivität zum Trotz ungemein eingängigen Power-Metal-Hymnen ein. Die stilistische Nähe zu ihren Landsleuten könnte man den Dänen nun zum Vorwurf machen, da sich MERCENARY seit einigen Jahren jedoch verstärkt ihre Melo-Death-Seite nach außen kehren, gelingt es PYRAMAZE, eine echte Lücke zu schließen.

Wenn man PYRAMAZE etwas vorwerfen möchte, dann eher dass sie durchgehend aufs Gas drücken und den Raum für Tempowechsel und Dynamik damit enger gestalten als nötig. Wirklich angemessen erscheinen solche Haarspaltereien aber im Angesicht von Song-Granaten wie „The Battle Of Paridas“, „Fearless“ oder „Hope Springs Eternal“ nicht. „Back For More“ entpuppt sich gar als fieser Ohrwurm-Hit, der das Zeug zu einem echten Live-Evergreen hätte. Dass die Texte zudem angenehm tiefgründig geraten sind, rundet das uneingeschränkt positive Bild dieses Überraschungshits perfekt ab.

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09.05.2015

Der metal.de Serviervorschlag

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