Rat King - Omen

Review

Langsame Riffs, dröhnender Sound und effektbeladener Gesang geben dem RAT KING-Debüt “Omen“ eine ganz eigene Note. Denn obwohl diese Kombination prägend für diverse Stoner Rock und Doom-Alben ist, setzen die US-Amerikaner jenes Arrangement innovativ umsetzen.

RAT KING liefern sandigen Doom ab

Fans von ALL THEM WITCHES sollten sich schnell mit dem Sound von “Omen“ anfreunden. Nicht nur die groovigen Riffs, sondern auch ein gewisser bluesiger Anteil verweist auf die Rockband aus Nashville. “Capsizer“ macht dagegen einen Ausflug in eher noisige und doomige Gefilde. Im Großen und Ganzen finden sich hier viele Einflüsse von Bands aus den 1960er- und 1970er-Jahren wie BLACK SABBATH oder BLUE CHEER wieder.

Doch RAT KING sind mehr als ein Abklatsch von bekannten Bands. Die Jungs haben ein Talent dafür, Spannung aufzubauen und diese selbst über einen längeren Zeitraum zu halten. Wie ein rhythmisches, leicht düsteres Klangmonster erstreckt sich “Supernova“ über einen Teppich von sich immer wiederholenden prägnanten Riffeinlagen.

Mit über neun Minuten ist “Vagrant“ der längste Track des Albums und bietet auch die meiste Abwechslung. Der Songaufbau erfolgt schnell, integriert jedoch kleinere langgezogene Klangpassagen und mündet in einem dröhnenden Wasserfall aus explosionsartigen Gitarrenriffs.

“Omen“ ist heavy

Anders als die Vorgänger-EP “Barren“ besitzt “Omen“ einen viel schwereren und bedrohlicheren Sound. Doch leider ist es dadurch oft anstrengend, die Lyrics nachzuvollziehen. Das liegt zum einen am verzerrten Sound des Gesangs, zum anderen an wenig authentischen Grows wie sie in “Druid Crusher“ zu hören sind.

Doch dies ist dem Album kaum abträglich, denn RAT KING legen den Fokus klar auf den groovigen und eingängigen Sound. Zwischendurch stechen kleinere Interludes aus dem musikalischen Getümmel hervor und bringen ein wenig Entspannung in die aufbrausende Atmosphäre.

RAT KING hauchen dem Doom neues Leben ein

Zwar erinnern einzelne Stellen stark an bekannte Größen aus der Vergangenheit, doch RAT KING halten sich nicht an diesen auf. “Omen“ bringt nämlich eine ganz eigene Note mit. Vielleicht hätte dem Album noch etwas Feinschliff gutgetan. Doch solide ist es allemal.

27.07.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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