Ribspreader - The Van Murders

Review

Und schon fällt mir wieder ein kleiner Fehler auf der neuen Seite von metal.de auf. Vergeblich suche ich die Genreliste auf und ab, kann allerdings keinen Johansson-Death-Metal finden, bei geschätzten 3862 Releases wundert mich das ein wenig. Auch bei RIBSPREADER handelt es sich bekanntlich um eines der größeren Projekte von Rogga Johansson, dem ganz offensichtlich täglich neue Ideen aus der Feder entweichen. Das Problem an der Sache blieb dabei stets, dass genau diese meistens nur maximal halbgarer Natur waren und nur selten mal etwas wirklich Großartiges erschienen ist. So verhält es sich leider auch mit der neuen RIBSPREADER-Platte “The Van Murders“, die gewohntermaßen am ehesten durch beinahe tödliche Vorhersehbarkeit besticht.

Handwerklich kann man dem Trio um den entsprechenden Hauptakteur logischerweise nur wenige Vorwürfe machen, schließlich haben die Jungs wahrscheinlich mehr Erfahrung als Bands wie AMON AMARTH oder BEHEMOTH, die unabhängig von deren Qualität an jeder Steckdose spielen. Von progressiver kompositorischer Entwicklung ist der schwedische Dreier dennoch meilenweit entfernt, denn schon nach dem ersten Song paaren sich Gefühle der Langweile mit unangenehmen Deja-vu-Gedanken. Death Metal im Mid-Tempo mag ja stellenweise gar nicht schlecht sein, nur sind die einzelnen Songs größtenteils genauso belanglos wie x-beliebige Fahrstuhlmusik.

Erst wenn RIBSPREADER sich zwischenzeitlich mal ein Herz fassen, von ihren gewohnten 0815-Strukturen abweichen und mal auf anderweitige Rifffacetten zurückgreifen, ist mein Interesse als Hörer geweckt. Dann klingt das Ganze sogar ganz gut und es blitzt sicherlich sogar so etwas wie Potenzial heraus. Nichtsdestoweniger gibt es dies auf “The Van Murders“ viel zu selten zu hören, sodass die Scheibe insgesamt einfach zu sehr auf Nummer sicher getrimmt ist. Es klingt nur wenig Spaß durch, dafür zu viel festgefahrene Routine. Musikalisch solide, kompositorisch eher dürftig, die gute Ausarbeitung hebt RIBSPREADER erneut nur knapp über den Durchschnitt.

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12.04.2011

Der metal.de Serviervorschlag

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