Ribspreader - Opus Ribcage

Review

Die Arbeitswut des Rogga Johansson, Teil drei.
Nach DEMIURGs „The Hate Chamber“ und PAGANIZERs „Carnage Junkie“, ist „Opus Ribcage“ bereits die dritte Veröffentlichung, die innerhalb eines Jahres auf meinem Schreibtisch eintrudelt und an der der offenbar unter zuviel Freizeit leidende Schwede mitgewerkelt hat. Wobei dies natürlich einer Untertreibung gleichkommt, da Rogga sowohl bei RIBSPREADER, als auch bei PAGANIZER den Chef raushängen lässt und somit für beide Bands die Verantwortung trägt.

Wie auch PAGANIZER, treten RIBSPREADER in Triobesetzung an, veröffentlichen ihre Platten bei Vic Records (in diesem Fall ist es die dritte) und haben sich dem, man höre und staune, Schwedentod alter Prägung verschrieben.
Und warum, fragt sich der geneigte Leser, der die oben genannten Scheiben vielleicht schon sein Eigen nennt jetzt zu Recht, sollte man sich dann auch noch das neueste Werk der Bande zulegen?
Nun ja, zum einen verfolgen RIBSPREADER einen etwas groovigeren Pfad als PAGANIZER, bei denen eher hemmungslos gemörtelt wird, wenn Abwechslung gefragt ist, zum anderen scheint es, als habe sich Meister Johansson bei „Opus Ribcage“ wieder etwas mehr Mühe mit dem Songwriting gegeben. So krankte „Carnage Junkie“ doch an seiner etwas zuviel Spontaneität ausstrahlenden Attitüde und wirkte irgendwie mehr wie eine Schwedentodzitatsammlung, als ein fertiges Album.
Und last but not least, haben alle Platten an denen Rogga mitwirkt, diesen nicht zu leugnenden EDGE OF SANITY Touch. Was Groove, Melodieführung, Breaks und auf diesem Album auch Gesang und Schlagzeugarbeit (nämlich so gut wie keine Double Bass) angeht, orientiert sich der Mann stark an seinen Landsleuten. Und, das muss man ihm lassen: Aufgepasst hat er gut!
Ein, dem Original fast ebenbürtiges Stück wie „Opus Morbidity“ auf der letzten DEMIURG, sucht man zwar vergebens, zu seiner Ehrenrettung muss man Johansson aber zugestehen, dass er damals ja auch mit dem Original zusammengearbeitet hat.
Auf „Opus Ribcage“ huldigt er eher den rauen, frühen Tagen des Death Metals, was sich eben auch in Sound und Songwriting niederschlägt.

Für einen kurzen Trip in die Vergangenheit ist diese Scheibe also ganz gut geeignet, auch wenn sich die erste Euphorie nach einer Weile verflüchtigt. Am Thron der Klassiker zu rütteln schaffen auch RIBSPREADER nicht, etwas gelungener als die letzte Veröffentlichung mit PAGANIZER ist „Opus Ribcage“ aber dennoch (wofür auch das von den RAMONES bekannte „Blitzkrieg Bop“ mitverantwortlich ist).
Ob man dieses Album jetzt aber wirklich braucht, muss letztendlich jeder für sich entscheiden. Reinhören lohnt sich aber auf jeden Fall.

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24.03.2009

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