Ribspreader - Bolted To The Cross

Review

Irgendwie erinnert mich die Old-School-Schweden-Death-Szene manchmal an die französische Fußball-Nationalmannschaft. Wie man erst kürzlich gegen England gesehen hat, läuft bei „den Blauen“ erst etwas zusammen, wenn ein gewisser Zinedine Zidane ins Geschehen eingreift. Genauso verhält es sich auch beim Schwedentod alter Schule mit einem Herrn namens Dan Swanö. Alles, was nach der Blütezeit dieser Stilrichtung erschien, war bestenfalls solider Durchschnitt, ausgenommen die neuen Scheiben von DISMEMBER, BLOODBATH und EDGE OF SANITY. Bei den letzten beiden hat bekanntlich ebendieser Swanö mitgewirkt. Nun steht mit RIBSPREADER eine weitere von ihm angeführte Formation in den Startlöchern. Dabei möchte ich die Sinnfrage nach der dritten Band mit der in etwa gleichen Ausrichtung mal außen vor lassen, und zwar aus einem ganz bestimmten Grund: Ihr Debüt „Bolted To The Cross“ killt von der ersten bis zur letzten Sekunde. Natürlich können sich hier wieder die heiligen Verfechter der Innovationssuche in ihrem eigenen Gemecker suhlen, aber auch sie müssen zugeben, dass selbst Bands wie GRAVE, DISMEMBER oder ENTOMBED in ihren stärksten Schaffensphasen auf einen Track wie den Opener „Dead Forever“ mächtig stolz hätten sein können. Was „Bolted To The Cross“ aber z.B. im Vergleich zur CHAOSBREED-Enttäuschung „Brutal“ so stark macht, ist die Tatsache, dass ausnahmslos alle Tracks dieses hohe Niveau halten. Eine Abschädelgarantie zu von Swanö selbst sehr authentisch produzierten Sägegitarren kann somit über die volle Spielzeit von leider nur etwas mehr als einer halben Stunde gegeben werden. Zieht man nun noch BLOODBATHs „Resurrection Through Carnage“ zur Gegenüberstellung heran, muss man RIBSPREADER aus zwei Gründen jedoch einen Punkt abziehen. 1. BLOODBATH haben es geschafft, etwas mehr packende Melodien in ihren Sound einzuflechten. 2. Gesanglich erreicht Rogga Johansson (EDGE OF SANITY, PAGANIZER) nicht ganz die Brillanz eines Mikael Akerfeldt. Trotzdem ist dieses Album absoluter Pflichtstoff für jeden Swanö-Jünger und Old-School-Schweden-Death-Lunatic.

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16.06.2004

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