Rychus Syn - Rebirth

Review

Ach, schon vorbei? Zu einem ersten Höreindruck, lasse ich eine Scheibe gerne mal im Hintergrund laufen, während ich mich noch nicht mit dem Review beschäftige. Wenn dann die CD plötzlich zu Ende ist, ohne dass irgendwelche Eindrücke haften blieben, ist das meist kein gutes Zeichen. Auch beim zweiten, intensiveren Durchlauf von RYCHUS SYNs Werk „Rebirth“ ändert sich an der ersten Einschätzung wenig. Es ist 08/15-Heavy-Metal ohne Aspekte.

Der Promo-Flyer spricht von purem Heavy Metal, fernab von Trends. Von einem Nieten-und-Leder-Metal-Stil wird mir erzählt. Kein moderner Metal, keine Blast-Beats, sondern einfach purer Heavy Metal-Sound. Nun gut. Dass es keine Finessen gibt, ist schon richtig. Es klingt relativ old schooled. Die Stücke sind teilweise sehr rhythmusdominiert, was allerdings keine Einschränkung wäre. Das Riffing ist sehr simpel gehalten, die Griffe würde praktisch jeder mit ein wenig Gitarrenuntericht beherrschen. Einige Soli-Einsätze sind meines Erachtens zu kurz geraten und wirken uninspiriert.

Das ganz große Problem ist aber das Songwriting. Ich habe selten derartig langweilige Kompositionen gesehen, die sich zum Teil auch noch sehr ähneln. Nichts gegen traditionell gehaltenen Metal, der eine 80er-Attitude mit sich bringt, doch vernünftige Hooklines und ein minimum an Eingängigkeit müssen einfach sein. Ebenso Höhepunkte, an denen sich das Ohr mal festkrallen kann. Doch das ist hier leider Fehlanzeige.
Glanzpunkte – sofern man sie derart bezeichnen kann – sind die bodenständige und dynamische Rhythmusarbeit und der passable Gesang von Dan Reid, der einigermaßen variabel und ausdrucksstark rüberkommt. Auf jeden Fall aber zu wenig für ein Metal-Album, dass sich im hoffnungslos überlaufenen Musik-Business behaupten will.
Dass es im Grunde besser geht und dass sie es theoretisch auch besser können, wenn sie nur wollen, beweisen RYCHUS SYN kurz vor Schluss mit dem leicht progressiven „Child Of Mercy“, bei dem die verschiedenen Arrangements gekonnt zusammengefügt werden und mit dem richtig druckvollen, leicht Speed-Metal-angehauchten Rausschmeißer „Asylum“.

Mehr als vier Punkte sind für „Rebirth“ aber definitiv nicht drin, da es unzählige kaufenswertere Veröffentlichungen in diesem und anderen Metal-Genres gibt. Über die lächerlich kurze Plattenlänge von gerade mal 35 Minuten, rege ich mich erst gar nicht auf, da ich mich dadurch wenigstens um so schneller mit einer anderen CD befassen kann.

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05.07.2008

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1 Kommentar zu Rychus Syn - Rebirth

  1. Anonymous sagt:

    Soso, "Glanzpunkt ist also der passable Gesang, der einigermaßen variabel ist". Steve! Und das Riffing ist also "sehr simpel gehalten, die Griffe würde praktisch jeder mit ein wenig Gitarrenuntericht beherrschen". Auch ganz ohne jeden Gitarrenunterricht mit Sicherheit… Wie es sich derzeit bei fast allen Bands verhält, die hier pro Tag auf die Seite rauschen, weswegen es auch immer die gleichen dämlichen Kommentare gibt. Könnte man diese Technik aus simplen Griffen und Riffing nicht als "Griffing" bezeichnen?

    1/10