Scarlet And The Spooky Spiders - The Scarecrow

Review

Bereits seit 2003 spuken die italienischen Gespenster von SCARLET AND THE SPOOKY SPIDERS durch die Welt, um ihren „Spooky Sound“ aus Horrorpunk, Garage Rock, Glam Rock, Punk und Death Rock zu verbreiten. Ihre energiegeladenen Liveshows brachten sie dabei durch einen  großen Teil Europas und die Krönung als bester Live-Act bei den Livorno Music Awards 2017. In Deutschland war die Band unter anderem auf dem Wave Gotik Treffen in Leipzig und als Begleitung der Horrorpunk-Institution THE OTHER, auf deren Hell Nights Tour zu sehen. Ihr bislang aktuellstes Werk „The Scarecrow“ beinhaltet dreizehn morbide Kurzgeschichten über einen Mann, der seine tragische Liebe in Blut und Leid ertränkt, bis er sich komplett darin verliert. Leider machte Corona sämtliche Pläne diese Geschichte angemessen auf der Bühne zu präsentieren, zunichte. Zeit also, sich dem Werk an dieser Stelle ausführlich zu widmen und die Vogelscheuche zu wecken.

SCARLET AND THE SPOOKY SPIDERS – Die Vogelscheuche erwacht

Das schnelle „Red Eyes“ eröffnet das Album direkt wie ein blitzendes Messer, das einem Mr. Scarlet Spider mit knurrender Stimme an die Kehle hält. Das melancholische „Parasite Love“ schlägt anschließend ruhigere Töne an und stimmt schwermütig. Bei „Man In The Blue Box“ geht es wieder mit viel Rock ’n‘ Roll nach vorne und es gibt sogar Rod Usher von THE OTHER als Background-Sänger zu hören. „Loosers On Parade“ ist die Hymne an alle Zurückgelassenen und „Love And Submission“ dürfte live für ausgelassene Stimmung im Pit sorgen. Beim Titelsong bekommt die Hauptfigur ihren großen Auftritt. Der vielleicht stärkste Song des Albums überzeugt mit dichter Dark-Rock-Atmosphäre und einem Refrain, der einen direkt packt und nie wieder loslässt. Die verruchte „Lazy Lissy“ würde auch prima zu den 69 EYES passen und zwischendurch fragt man sich sogar, ob hier Scarlet Spider oder nicht doch Jyrki 69 ins Mikro knurrt.

„The Scarecrow“ – Überzeugende Schauergeschichte

Zum Abschluss gibt es eine Verbeugung vor dem großartigen DAVID BOWIE mit einem Cover von „The Stars (Are Out Tonight)“, das sich perfekt in das Album einfügt. Eine interessante Wahl, da es sich nicht um einen der unzählig gecoverten Hits des Starmans wie „Heroes“ oder „Ziggy Stardust“ handelt. SCARLET AND THE SPOOKY SPIDERS machen der Legende auf dieser überaus gelungenen Coverversion im Dark-Rock-Stil alle Ehre und beschließen damit ein sehr überzeugendes Album. Hoffentlich bekommt die Band dann auch bald endlich wieder die Gelegenheit ihren „Spooky Sound“ vor Publikum aufzuführen. Verdient hätten sie es allemal.

20.07.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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