Schemer Heer - The Dragon, His Angels and the Exaltation of Death

Review

Da ist er wieder, der Herr De Jong (unter anderem GNAW THEIR TONGUES). Nach der EP „The Immortal Herald of Ancient Death“ (2020) ist „The Dragon, His Angels and the Exaltation of Death“ das zweite Release und erste Album unter dem Banner SCHEMER HEER.

Mit Dante auf Tuchfühlung – SCHEMER HEER gehen eine Etage tiefer

Aufgrund der aktuell durchaus inflationären Nutzung der Genrebezeichnung Dungeon Synth wird SCHEMER HEER meistens in ebenjene Kategorie großzügig einsortiert. Allerdings verfolgt dieses Projekt einen gänzlich anderen Ansatz als das jüngst hier besprochene „Windswept Canyons of Thule“ (2020) von VETUS SUPULCRUM, welchem ebenfalls die Stempel De-Jong-Projekt und Dungeon Synth aufgedrückt wurden. Den Weg von VETUS SUPULCRUM geht SCHEMER HEER noch brutaler und rücksichtsloser. So betrachtet sind SCHEMER HEER die GNAW THEIR TONGUES des Dark Ambients.

Trotz allem. Die Einflüsse der frühen MORTIIS-Alben blitzen auf „The Dragon, His Angels and the Exaltation of Death“ durchaus auf. Dies sind jedoch nur lichte Momente in tiefer Finsternis. Denn über dem kompletten Album liegt der düstere cineastisch-klaustrophobische Charme einer echten De Jong-Interpretation. SCHEMER HEER ist ein lebhafter Antagonist zur Comfy-Synth-Bewegung und kokettiert eher mit Dantes Inferno als Tolkien. Albtraumhafte Disharmonien graben sich tief in die Magengrube und hinterlassen ein beklemmendes Unwohlsein. Welche Schrecken, welche sinisteren Fratzen verbergen sich hinter der nächsten Abzweigung?

„The Dragon, His Angels and the Exaltation of Death“ – kein Album für Jedermann

Denn die Scheibe ist wenig überraschend ebenso konsequent sperrig, finster, herausfordernd und disharmonisch-chaotisch wie (beinahe) alle Veröffentlichungen von Maurice de Jong. Deshalb kann es als Gewissheit gelten, dass SCHEMER HEER eben jenen Freundeskreis famos saturieren wird. Taugt zudem als barocker Soundtrack für die nächste Lovecraft-Lesung.

14.02.2021

Stellv. Chefredakteur

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