Sights & Sounds - Silver Door

Review

SIGHTS & SOUNDS waren mir nicht bekannt, bevor ihre neue EP „Silver Door“ zur Rezension auf meinem Schreibtisch gelandet ist, aber zumindest was die Tags auf Last.fm angeht scheinen die Jungs ihren Stil in letzter Zeit leicht bis mittelschwer verändert zu haben: „Post-Hardcore“, „Progressive Rock“ und „Post-Metal“ heißt es da … ähm, na ja. Den Prog kann man stehen lassen, aber letztlich kommt der Post-Anteil in der Musik auf „Silver Door“ weder so richtig aus dem Hardcore noch aus dem Metal: Post-Rock vielleicht, aber mindestens mit einer guten Portion Alternative Rock und Indie-Pop, das ganze wie gesagt immer leicht angeproggt. So viel zu den Schubladen, nun zur Musik: die fetzt!

Und zwar fetzt sie ganz ordentlich: Mal ein bisschen verträumt und hintersinnig, mal gerade heraus und rockig bewegen sich SIGHTS & SOUNDs gekonnt zwischen den oben genannten Richtungen, verschmelzen das Ganze zu einem netten Cocktail, der recht eigenständig und trotz allem weder stückwerkhaft noch inhomogen klingt. Und das, obwohl jedes der sechs Stücke auf der EP seinen ganz eigenen Charakter hat: Der Opener „Poli’s Song“ ist ein sehr eingängiges, rockiges Stück, das aber mit seinen Keyboards weit davon entfernt ist, rein oberflächlich zu sein. „Nothing At All“ hingegen kommt wie auch der Rausschmeißer „Good Morning“ sehr straight aus den Boxen geschallt (und zeigt am Ende doch noch ein bisschen Post-Hardcore-Einfluss). Und mit „Solo, So Low“ liegt sogar ein recht fetziger Rock’n’Roll-Song vor, der ein wenig an die modernere, schwedische R’n’R-Welle mit MANDO DIAO oder SUGARPLUM FAIRY erinnert.

Das Schönste an der EP ist aber, dass sie von einem schicken Feelgood-Vibe durchzogen ist – man muss „Silver Door“ nicht als klassische Rockscheibe hören, sie lässt sich auch wunderbar mit geschlossenen Augen konsumieren. So ist SIGHTS & SOUNDS ein Kleinod gelungen, das vielleicht nicht großartig aus der Masse der Veröffentlichungen herausstechen wird, denn für die Post-Szene wird sie wohl nicht postig genug, für die Indie-Pop- und Alternative-Rock-Fraktion zu verdreht sein. Aber eine schöne EP, die sich lohnt, wenn man beim Lesen der Beschreibung keine Zahnschmerzen bekommen hat, ist „Silver Door“ allemal.

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20.11.2013

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