Sikth - Opacities EP

Review

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Ein alter, totgeglaubter Haudegen des modernen Frickel-Prog betritt den Ring und sorgt für reichlich Aufsehen respektive Aufhorchen: SIKTH sind wieder da! Die Frickelmeister aus Hertfordshire, an denen sich schon Bands wie PERIPHERY messen lassen mussten, haben nach längerer Pause im Jahr 2014 Auftritte beim Download Festival sowie beim Euroblast bestritten. Und als wollten sie zeigen, dass es sich dabei weder um ein letztes Aufbäumen noch um ein Zeichen für akuten Geldmangel gehandelt hat, lassen sie nun mit „Opacities“ zum ersten Mal seit 2006 neues Material hinterher klappern.

Wobei „klappern“ kein sonderlich glücklich gewählter Begriff ist: Bei „Opacities“ gibt es kräftig auf die zwölf. SIKTH poltern von der ersten Sekunde los und hauen ihren Hörern ein halsbrecherisches Riff nach dem anderen um die Ohren, dass es nur so eine Freude ist. Dabei hat man den Fokus der neuen Songs eindeutig auf fette, breitbeinige Grooves gelegt, denn die Rhythmen, die SIKTH hier heraufbeschwören, gehen in Mark und Bein, während die wuseligen Gitarren den Hörer quasi unter Dauerfeuer nehmen. Da ist man regelrecht froh, dass das abschließende „Days Are Dreamed“ mit seiner atmosphärischen Dichte fast schon an die Landsmänner TESSERACT erinnert und die EP vergleichsweise ruhig ausklingen lässt.

Es ist ein absoluter Genuss, das dynamische Duo Mikee W. Goodman und Justin Hill um die Wette keifen hören, nur um dann bei den hymnischen Refrains in herrlicher Manier zu harmonieren. Zusammen mit den nervösen Gitarren und den pumpenden Grooves halten sie die Dynamik der Songs aufrecht. Die Produktion ist ultrafett und sorgt beim Hören für schlackernde Backen. Allein das kleine Interlude „Tokyo Lights“, bei dem es sich um ein kleines Gedicht handelt, kann man in die Kategorie „nett gemeint“ einsortieren.

Ansonsten zeigen SIKTH auf „Opacities“, dass sie nicht nur wieder da sind, sondern vor allem stark wie eh und je zurückgekehrt sind. Und wenn das (hoffentlich) folgende Album mindestens genauso gut wird, kann sich die Konkurrenz schon mal warm anziehen…

19.01.2016

Redakteur für Prog, Death, Grind, Industrial, Rock und albernen Blödsinn.

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