Sixoneosix - Scarred Minds

Review

Nachdem sich die großartigen GUIDANCE OF SIN im Jahre 2000 auflösten, gingen daraus zum einen THIS ENDING hervor, die seitdem mit AMON AMARTH-Drummer Fredrik Andersson sowie OCTOBER TIDE-Sänger Mårten Hansen der etwas härteren Auslegung des Melodic Death Metals frönen. Zum anderen trommelte der hinterbliebene Sänger Mattias Leinikka seine alten Kollegen von SANGUINARY zusammen, um fortan schleppenden Death Metal mit Gothic-Einflüssen zu zelebrieren. Bei der Namensgebung fehlte es den Recken offensichtlich etwas an Kreativität, also musste der Titel der letzten GUIDANCE OF SIN-Platte “6106“ herhalten. SIXONEOSIX bringen nun mit “Scarred Minds“ ihre mittlerweile vierte EP in Umlauf.

Diese ist mit drei Songs und einer Spielzeit von einer knappen viertel Stunde nicht sonderlich umfangreich, aber die darauf dargebotene Musik ist dafür durchweg ansprechend. Denn der melodische Death Metal des Quartetts ist trotz der Mid Tempo-Lastigkeit schön abwechslungsreich und gleichermaßen eingängig. Irgendwie fühle ich mich beim Anhören dieser Scheibe in die 90er Jahre zurückversetzt, erinnert sie mich doch an Outputs von Bands wie GATES OF ISHTAR oder frühen IN FLAMES, die damals trotz der melodischen Herangehensweise erstaunlich energisch waren. Zieht man einen direkten Vergleich zu diesen Gruppen, wirken SIXONEOSIX zwar nicht ganz so wild und frisch, aber allemal interessant, denn alle drei Lieder der vorliegenden EP sind ausdrucksstark und atmosphärisch. Zugegeben, mit den äußerst simpel gehaltenen Arrangements gewinnen die vier Schweden sicherlich keinen Blumentopf, auf Experimente oder progressive Ansätze wird nämlich gänzlich verzichtet. Dafür ist die Musik aber für den Hörer leicht zu fassen und besticht durch Eingängigkeit, denn einen Sinn für schöne Melodien kann man den Jungs keinesfalls absprechen. Insbesondere der zweite Track “Through The Pain“ ist mit seinem melodiösen Refrain äußerst stimmungsvoll gestaltet. Hier passt das Geflecht aus Melodie und Ausstrahlung einfach.

Kurzum: Die vier Jungs orientieren sich mit “Scarred Minds“ in die richtige Richtung und ich hoffe, dass sie den eingeschlagenen Weg weiter gehen. Allerdings dürfen sie nach meinem Geschmack in Zukunft auch gern mal etwas mehr aufs Gaspedal treten.

06.12.2010

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