Skeletoon - Nemesis

Review

Galerie mit 20 Bildern: SkeleToon - The Eigth Mountain Tour 2020 in Essen

SKELETOON gehören zur gleichen Gattung Bands wie GLORYHAMMER und Konsorten. Das will heißen, wir haben es hier mit solide gespieltem, flottem Power Metal zu tun, der sich mit Themen und Songtexten nach dem Motto „je absurder, desto besser“ beschäftigt. Dazu gesellt sich dann meistens noch ein buntes Albumcover und eine Art Konzept (das wäre hier die selbsternannte Genreschöpfung „Nerd Metal“). Mit „Nemesis“ legen die Italiener nun ihr viertes Album in fünf Jahren vor.

„Nemesis“ – der Erzfeind eines jeden Genrepuristen

Während des Hörens des Albums wird klar: Menschen, die unter Power Metal lediglich die US-Amerikanische Variante verstehen oder denen alles nach dem Debüt von BLIND GUARDIAN zu sehr ins Pathetische abgedriftet ist, werden mit SKELETOON nichts anfangen können. Die Herren zocken sich auf ihrem Album munter von einem Highspeed-Song zum nächsten, welche ab und zu durch den ein oder anderen Stampfer aufgelockert werden. Musikalisch erinnert das Ganze an das bereits angesprochene Schweizer und Schottische Konglomerat, inklusive einer „böse“ klingen wollenden Stimme im Titeltrack. Wenn sie wieder das Gaspedal durchtreten, erinnern SKELETOON auch an ihre „Extreme Power Metal“-Kollegen von DRAGONFORCE.

SKELETOON suchen noch nach ihrer eigenen Nische

Im weiteren Verlauf des Albums kommt natürlich noch die obligatorische (Halb-)Ballade zum Vorschein („Cold Is The Night“) und einen Song auf ihrer Muttersprache haben sich die Italiener auch nicht nehmen lassen („Il Tramonto Delle Ere“), welcher aber immerhin mal keine schnulzige Ballade ist. Dabei fällt auf, dass SKELETOON zwar auf Albumlänge durchaus Spaß machen, sich aber eben die ganze Zeit Vergleiche zu anderen Bands aufdrängen. Das Cover schreit GLORYHAMMER, die Songs sind eine Art Zusammenstellung der letzten 20 Jahre EU-Power-Metal und irgendwo kommt man auch um RHAPSODY OF FIRE nicht herum, welche meistens die Messlatte für diese Art von Musik aus diesem Herkunftsland sind.

Doch was bedeutet das nun für SKELETOON als Band und „Nemesis“ als Album? Letzten Endes macht „Nemesis“ Spaß zu hören, die Musiker beherrschen ihr Handwerk eindeutig und Tomi Fooler ist ein passabler Sänger, welcher allerdings keinen besonders hohen Wiedererkennungswert hat.

„Nemesis“ wird Fans des Genres zufriedenstellen

Darauf läuft es letzten Endes hinaus. Wer Sorgen hat, dass Christopher Bowes in Zukunft keinen Bock mehr auf GLORYHAMMER hat, die dieses Genre wohl bis zur Perfektion ausgearbeitet haben und wer neben VICTORIOUS noch ein Standbein in diesem Genre braucht, der kann bei SKELETOON getrost zugreifen. Alle anderen verfassen entweder weiterhin hämische Kommentare über den Verfall des Power Metals in sozialen Netzwerken oder ignorieren diese Platte vermutlich sowieso.

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30.10.2020

Unguided we were, Unguided we will be.

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1 Kommentar zu Skeletoon - Nemesis

  1. Sylverblack sagt:

    Schon nach einem Song keine Lust mehr. Das ist wirklich unerträglichster Kitsch.