Soul Demise - Sindustry

Review

SOUL DEMISE aus dem Großraum Nürnberg können mittlerweile auf eine 17-jährige Bandhistory zurückblicken. In dieser Zeit haben sie einige Touren mit Größen der Metalszene wie beispielsweise DISMEMBER oder VADER absolviert, sowie einige Longplayer eingeprügelt.

Diese langjährige Erfahrung merkt man ihnen auf ihrem inzwischen fünften Album “Sindustry“ auch deutlich an, zu dessen Aufnahmen sie sich erneut ins Iguana Studio einsperrten. Und das Ergebnis dieses Aufenthalts kann sich durchaus hören lassen. Wieder einmal zelebrieren die vier Franken deftigen Metal, der zwar durchaus in die Melo-Death Schublade gesteckt werden kann, jedoch nicht dem typischen Göteborg-Stil entspricht. Denn die zehn Songs sind allesamt derart heftig ausgefallen, dass sie sicherlich auch Anhänger des Death-Grind überzeugen können. Immer wieder kommen rasante Blastbeats zum Einsatz, um dann wieder von einem groovigen Mosh-Part abgelöst zu werden. Zahlreiche Breaks finden ihren Weg in die Kompositionen, ebenso wie gelegentliche, von Akustikgitarren getragene Passagen. Trotzdem verzichtet man nicht auf schöne Melodien und so präsentiert sich die CD äußerst vielseitig. An dieser Stelle muss ich anmerken, dass alle Stücke auf “Sindustry“ trotz des Abwechslungsreichtums wie aus einem Guss wirken. Dadurch zündet die Scheibe schon beim ersten Hördurchlauf.

Absolutes Highlight des Albums ist der Track “Nature’s Bullheads“, der wirklich alle Vorzüge der Platte vereint: Brutales Stakkato-Riffing, Groove, eingängige Melodien ohne Kitsch, passende Tempowechsel und atmosphärische Akustik-Parts. Sänger Roman schreit sich darüber hinaus förmlich die Seele aus dem Leib und setzt dabei auf Shouts und tiefe Growls. Wer bislang noch nicht mit SOUL DEMISE in Kontakt kam sollte sich dieses Stück unbedingt zu Gemüte führen, Enttäuschung ausgeschlossen!

Trotz allen Lobes muss man der Vollständigkeit halber aber auch sagen, dass hier keinesfalls ein neuer Meilenstein erschaffen wurde, sondern lediglich ein gutes bis sehr gutes Metal-Album, was sich vor der internationalen Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Was allerdings noch fehlt, ist das Außergewöhnliche, der Aha-Effekt, der einem die Extra-Dosis Adrenalin ins Hirn jagt. SOUL DEMISE verlassen sich auf ihr starkes Songwriting und technische Perfektion, trauen sich aber nicht, einen Schritt weiter zu gehen und auch mal eine verrückte Idee umzusetzen. Dennoch ist “Sindustry“ eine gute Scheibe mit hohem Mosh-Faktor und Songs, die sicherlich auch live zu überzeugen wissen.

06.11.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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