Stars and Stripes - One Man Army

Review

Ganze 15 Jahre hat es gedauert bis SLAPSHOT Sänger Jake Kelly, alias Choke, wieder mit seinem Nebenprojekt STARS AND STRIPES aktiv wurde. Ihr Debütalbum „Shaved For Battle“ sorgte dabei für einiges an Kontroverse, da es stark patriotische und nationalistische Werte beschwor und bei einschlägigen Rechts-Rock Labels vertickt wurde. Die Grenze zwischen Satire und Abgesang auf amerikanische Werte auf der einen Seite und stumpfer Anbiederung an die Fascho-Ecke waren nie wirklich klar. Anno 2004 sieht man bei STARS AND STRIPES nicht mehr viel vom ursprünglichen Patriotismus, dafür fährt man jetzt die stumpfe Hooligan, Fußball, Saufen und Kloppen Nummer. Ob Satire oder ernst gemeint? Wer weiß das so genau. Dabei unterstelle ich Choke mal, dass er als Ami und Eishockeyspieler herzlich wenig Ahnung von Fußball hat. Also doch nur Satire? Ich mag mich damit nicht so recht abfinden, denn wer solchen Stumpfsinn in seinen Texten ablässt, kann sich nicht mehr Satire auf die Fahne schreiben. Abseits von diesem lyrischen Blutgrätschen ist schon der Opener ‚One Man Army‘ eine Rote Karte wert. Akuter Ideenmangel und gezwungene Mitsingrefrains dehnen sich auf episch langweilige vier Minuten aus, die jegliche Begeisterung schon im Keim ersticken. Besonders die aufoktroyierten Refrains nerven auf die Dauer tierisch, da sie weder gut in die Lieder passen noch Stimmung vermitteln können. Zieht man die konkurrenzlos schlechten Texte, den miesen Opener und die üblen Refrains ab, bleibt simpler Street Punk und Oi ohne Ecken und Kannten, dessen Melodien teilweise an BAD RELIGION oder SEX PISTOLS erinnern. Musikalisch stört hier wenig und gering ist auch meine Begeisterung. Ins linke Ohr rein und bevor es am rechten rauskommt, ist es auch schon vergessen. Fürs Komasaufen und Sich-auf-die-Fresse-hauen mag „One Man Army“ ja noch reichen, sonstige Ansprüche sind hier fehl am Platz.

30.12.2004

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