Ström - Mer Ström Åt Folket

Review

Schweden und seine gefühlten 1000 Rock- und Metalbands. In der Rubrik klassischer Hard Rock der Marke AC/DC sind die Skandinavier bisher eher unterrepräsentiert. BULLET aus Växjö dürften aktuell der Exportschlager in diesem Genre sein. STRÖM aus der südschwedischen Region Småland schicken sich mit ihrer zweiten Platte „Mer Ström Åt Folket“ an, den langjährigen Platzhirschen auf die Pelle zu rücken. Was der Albumtitel bereits aussagt, ist im Gesamtkontext genauso umgesetzt. STRÖM agieren in lokaler Sprache.

STRÖM und „Mer Ström Åt Folket“ setzen auf die schwedische Sprache

Auf den Punkt rocken sich STRÖM durch ihre zweite Veröffentlichung. Eine gute halbe Stunde energetischen Hard Rock, den Bands wie AIRBOURNE, KROKUS oder AC/DC bereits seit vielen Jahrzehnten beliefern. Benötigt es noch weiteres Material? Welche Argumente sprechen für „Mer Ström Åt Folket“? Der Titeltrack klingt von der ersten Sekunde vertraut. Selbst die Vocals erinnern an Dag Hell Hofer von BULLET. Was die Youngsters gut hinbekommen, ist die Anreicherung des AC/DC-Rock’n’Roll mit Glam-Rock-Elementen. Dadurch entsteht eine sehr eingängige Melange, die direkt ins Bein geht.

Die Stücke haben eine Laufzeit zwischen drei und vier Minuten und kommen zügig auf den Punkt. Das Pendel bewegt sich zwischen Australien-Worshipping („Guld & Prima”), tight gespielten Rock’n’Roll („Froken Raket“) mit einer Prise Blues („Det Sager Boom!“). Dazu gibt die schwedische Sprache der Hard-Rock-Suppe eine spezielle Würze.

Sachen wie „En Gang Ar Ingen Gang“ oder „Rocken Lever“ klingen in Teilen wie von den großen Vorbildern abgekupfert. Das Energielevel und der in Richtung Glam Rock schielende Refrain sorgen dafür, dass STRÖM mit dem Material punkten kann. Der Langläufer kommt zum Schluss mit etwas mehr als vier Minuten. „Det Ar Okej“ reiht sich problemlos in die vorherigen Tracks ein und STRÖM rücken BULLET ordentlich auf die Pelle.

STRÖM rocken

„Mer Ström Åt Folket“, das zweite Werk von STRÖM, erfindet keine neuen Räder. Ganz im Gegenteil, die Truppe setzt auf die Hard-Rock-Vibes der 80er und poliert diese Räder kräftig auf. Kein Stück liefert eine Besonderheit. Kein Lied experimentiert. Aber alle Tracks rocken. Ein weiterer Pluspunkt ist die lokale Sprache, die STRÖM einen gewissen Exotenbonus zubilligt. Unterm Strich muss sich „Mer Ström Åt Folket“ nicht hinter den bekannten Genrevertretern verstecken und sollten nicht nur in Schweden kleine Clubs und Venues in Bewegung bringen.

25.09.2026

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 38795 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Off Topic
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare