Sulphur - Cursed Madness

Review

Mit ihrem zweiten Demo „Outburst Of Desecration“ konnten die Norweger SULPHUR (nicht zu verwechseln mit den NU-Metallern aus Hamburg) einen Deal mit dem renommierten französischen Label Osmose ergattern. Entstanden sind SULPHUR aus den Überresten der Schwarzkittel von TAAKERIKET.
Das Debüt „Cursed Madness“ ist ein mächtiger Bastard aus Death und Black Metal geworden, und zeigt, dass man zu Recht unter den Fittichen der Franzosen steht.

Erst nach einigen Durchläufen wächst „Cursed Madness“ von der fälschlicherweise vermuteten Standard-Scheibe zu einem enorm abwechslungsreichen Album, das sich mehr und mehr in meinen Gehörgängen festsetzen sollte. Die Verschmelzung aus Death Metal und Black Metal, wie ihn Bands wie ZYKLON oder BEHEMOTH fabrizieren, ist zwar nicht neu, aber SULPHUR gelingt es, mit kompositorischer und spielerischer Finesse sich Gehör zu verschaffen.
Die Ausrichtung der Songs ist angenehm abwechslungsreich, verallgemeinernd kann man folgendes festhalten: Die Gitarren bewegen sich am waghalsigsten auf dem Grat zwischen Death und Black. Mal erinnern die Riffs an US-Veteranen wie MORBID ANGEL, mal sind sie melodisch, kalt und atmosphärisch, und mal frönt man ausgiebig und technisch versiert dem guten, alten Stakkato-Riffing. Die Produktion ist schmutzig und kalt und lässt das Pendel hin zur schwarzen Ecke tendieren. Auch die Vocals wechseln permanent zwischen räudigem Gekeife und tiefen Grunts. Wie dem auch sei, die Mischung funktioniert und ist ein Beleg für variables Songwriting und wirkt auch nie erzwungen oder konstruiert. Gemeinsam haben die Songs die düstere und bedrohliche Atmosphäre, die bei „Two Thousand Years Of Plague“ und „The Descent“ durch ein Piano unterstützt wird. Old-School-Horror-Atmosphäre inklusive.
Aufgewertet werden die Songs von feinen instrumentalen Einzelleistungen.

Wer also die Wartezeit auf die neue BEHEMOTH oder ZYKLON verkürzen will, und zudem noch Platz im Plattenschrank zwischen IMMORTAL und SATYRICON hat, der macht mit „Cursed Madness“ nichts falsch.
Guter Einstand!

25.04.2007

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