Taak - Koerapööriöö

Review

Am kuriosesten sind im Normalfall immer jene Bands, die eigentlich gar nicht kurios wirken wollen. Aber wie soll man sonst an eine Band rangehen, die ihr Album „Koerapööriöö“ nennt? Nicht umsonst ist Estisch eine der Sprache, die die meisten Umlaute in ihren Wörtern haben, und das fällt bei einer Platte in der jeder Song in der Heimatsprache gehalten wird, natürlich immens auf. Genretechnisch haben wir es hier mit einfachem Rock zu tun, oft sehr schleppend, und immer mit Hammond Orgel im Hintergrund. Im positiven Fall klingt es wie die letzte Platte von Richard Anderssons SPACE ODYSSEY, aber meistens nervt es ziemlich.

Denn auch an griffigen Hooks mangelt es ziemlich, vielleicht abgesehen von einigen Ausnahmen wie dem Opener „Korjusepäev“ oder „Habemega nali“, die zumindest das eine oder andere Mal kurz fesseln können. Dabei böte sich das tranische Tempo von nicht mehr als 90 bpm doch ideal an, die Melodien bis auf den letzten Ton in mühsamer Feinarbeit durchs Trommelfell des Hörers zu stopfen, doch letzterer wird beim schwachen Songwriting wohl eher zum Einschlaf genötigt. Hinzu kommt der dazu passend lustlose Gesang, der wohl irgendwie beschwörend klingen will, aber dabei absolut kein Feeling rüber bringt. Die Gitarrenarbeit ist nicht unbedingt anspruchsvoll, klingt aber recht sauber und sehr erdig/primitiv abgemischt. Achja, und dann ist ja da noch die Hammond Orgel. Zwar bringt es tatsächlich mal etwas, mit ihr ein paar zusätzliche Harmonien ins stumpfe Riffgeflecht zu packen, aber oft dümpelt sie auch einfach nur im Hintergrund rum.

Wenn „Taak“ auf deutsch so etwas wie „schwere Bürde“ heißt (eine Bezeichnung die nicht nur unter ICED EARTH Fans eher negativ belegt ist), dann liegt die Bürde eindeutig beim Hörer, etwas mit diesem Zeug anfangen zu müssen. Mehr als zweimal hören war auch bei mir nicht drin, der kleinen Beigabe 80er Jahre Rocks zum Trotz.

26.09.2007

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