Tales Of Dark... - Perdition Calls

Review

Eins habe ich von TALES OF DARK… gelernt. Man sollte von Samples, die in einschlägigen Musikportalen hochgeladen werden, nicht auf das Endresultat schließen. Habe ich schon befürchtet, es mit einer überaus kitschigen Gothic Metal-Combo mit Doom-Einschlag zu tun zu haben, hat mich ihre zweite Veröffentlichung „Perdition Calls“ eines Besseren belehrt.

Man könnte schon davon sprechen, von den Serben auf eine kleine Reise eingeladen zu werden. Musikalisch einerseits so britisch wie MY DYING BRIDE, andererseits schwedisch-episch wie DRACONIAN und stimmlich portugiesisch, da stark geprägt von MOONSPELL.

Nun könnte man ihnen vorwerfen, so einzigartig wie ein Rolex-Replikat zu sein. Jedoch machen sie zumindest eine gute Kopie mit Substanz, die nicht nach einmaligem Hören das Zeitliche segnet. Bemerkenswert ist die druckvolle Produktion, die den anfänglich oberflächlich-mittelmäßigen Eindruck Lügen straft. Trotz des Doom-Fundaments fehlt es nicht am Beauty & The Beast-Konzept, die TALES OF DARK… wiederum den Stempel einer Gothic Metal-Band aufdrückt. Hierbei sei besonders anzumerken, dass es die zarte und verhaltene, fast schon schüchterne Stimme von Jovana Karajanov schafft, auf einer angenehmen Tonlage zu bleiben und dabei natürlich zu klingen. Dadurch hebt sie sich deutlich von ihren meist zu gewollt schwülstigen und überladen klingenden Genre-Kolleginnen ab. Ihr männliches Pendant Arpad Takaè gesellt sich neben der oben angesprochen rapiden Ähnlichkeit zu MOONSPELL-Vokalist Fernando Ribeiro auch mit der obligatorischen Varianz aus Growlem und Keifen dazu – aber das zumindest gekonnt!

Was die Originalität angeht, so gewinnt „Perdition Calls“ keinen Blumentopf, qualitativ kann man jedoch keine Ausfälle verzeichnen. TALES OF DARK… arbeiten mit kleinen, aber feinen Details, die die schwermütigen Songs nicht ins Redundante abdriften lassen. Der homogene Übergang schafft es dabei, dass „Perdition Calls“ leicht ins Gehör geht, sich nicht ins Unermessliche zieht und demnach deutlich kürzer erscheint, als es eigentlich ist.

14.12.2009

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