Tax The Heat - Change Your Position

Review

Galerie mit 15 Bildern: Tax The Heat - Support von Europe in Köln November 2016

Einer der Newcomer des Jahres 2016 waren für mich TAX THE HEAT, die auf ihrem Debüt „Fed To The Lions“ schon einige Hits hatten. Leider kennt das Album kaum jemand. Auch ich hätte bestimmt nie etwas von den Briten gehört, wenn ich sie nicht im Vorprogramm von THUNDERMOTHER gesehen hätte. Dabei steht das Quartett bei niemand geringeren als Nuclear Blast unter Vertrag, die nun auch dafür sorgen, dass die Band nicht wieder in der Veröffentlichungsflut untergeht. Dazu muss man allerdings auch sagen, dass das Debüt einige Schwachpunkte hatte, etwa eine zu große Nähe zu anderen Bands. Bereits mit dem Titel deutet die Gruppe an, dass an einigen Stellschrauben gedreht wurde.

Knüpfen an „Fed To The Lions“ an

Überwiegend blieb das Rezept jedoch gleich. Der Hybrid aus Sechziger-Garage und Neunziger-Rock zündet. Es gibt eine hohe Hit-Dichte, die Songs klingen ziemlich frisch und bleiben schnell im Gedächtnis haften. Unschuldig daran ist sicherlich nicht die enorme Eingängigkeit der Lieder, sowie das Gespür des Quartetts für gute Melodien. Einzelne Songs hervorzuheben ist schwer, da fast das ganze Album überzeugt, aber an der Stelle richten wir den Spot auf drei besonders gute Songs.

Der Titeltrack knüpft direkt an ‚Animals‘ und ‚Highway Home‘ vom Vorgänger an. Unwiderstehliche Refrains, bei denen man mitsingen muss und Riffs, die einem nicht mehr aus den Kopf gehen wollen. Bravo! Mit ‚My Headspace‘ kommt etwas Tempo rein und kann vong Vibe her an den frühen Punk Rock erinnern. Ordentlichen Drive birgt auch ‚On The Run‘, welches durch seine Vielseitigkeit zu punkten vermag.

Zurückhaltend hat man den Sound erweitert. So findet man in schöner Regelmäßigkeit elektrische Parts oder auch orchestrale Arrangements wie in ‚The Last Time‘. Klingt soweit ziemlich gut, dennoch muss man ein paar Abstriche machen. Schleppendere Songs wie ‚All That Medicine‘ stören den Albumfluss und lassen die lieb gewonnenen Trademarks des Quartetts vermissen. Das tun auch beliebige Schunkel-Nummern wie ‚The Last Time‘.

Auch mit „Change Your Position“ überzeugen TAX THE HEAT

Mit „Change Your Position“ liefern TAX THE HEAT einen ebenbürtigen Nachfolger ab. Fast jeder Song zündet, einige Durchhänger haben sich eingeschlichen, was den Kulturgenuss allerdings nicht stört. Zudem haben die Briten auch einige neue Ideen eingebracht, waren hierbei jedoch etwas zu vorsichtig. Summa summarum haben wir hier eine Platte, die viele nette Songs zum mitsummen bietet und sich ihren Platz im Auto mehr als verdient hat.

03.03.2018

Normal kann ja jeder!

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