Tax The Heat - Fed To The Lions

Review

Galerie mit 15 Bildern: Tax The Heat - Support von Europe in Köln November 2016

Ich weiß gar nicht, ob es die Schublade des Brit-Rock bereits gibt. Wenn nicht, dann dürfte sie für TAX THE HEAT ruhig erfunden werden. Der erste Song ihres Debutalbums “Fed To The Lions“ war noch nicht mal ganz durch, da fegte mir gleich “guter britischer Rock“ durch den Kopf – zusammen mit den Namen von all den großen Bands des Brit-Pop und britischer Rockmusik, die man damit verbinden mag. Außerdem blieb sofort die recht einprägsame Stimme von Frontmann Alex Veale hängen.

Nachdem der Opener “Highway Home“ noch etwas ruhiger daher grooved, und man sich auch titelentsprechend gut vorstellen kann, über den Highway zu cruisen, zeigen TAX THE HEAT beim folgenden “Animals“, dass sie auch rhythmisch echt was draufhaben. Nachdem bereits ein ohrwurmiges Riff den Song einleitet, folgen sowohl in diesem, als auch in allen weiteren noch einige echt starke Riffs. Das Titelstück “Fed To The Lions“ kommt in echter Stoner-Rock-Manier daher und erinnert bisweilen an die großen BEATLES oder die KINKS. Wen wundert‘s, gibt doch Veale an: “Wir lieben die Energie dieser 60er-Bands.“ Womit auch schon der nächste Pluspunkt dieser Platte beschrieben wäre: Indie-Rock der (meist) schnelleren Gangart, der gut gelaunt aus den Boxen schwingt.

Um es etwas plastischer auszudrücken: Wer kennt sie nicht, diese Musikvideos, bei denen ein Mensch gut gelaunt durch die Straßen läuft und dabei seine Geschichte erzählt/singt. Genau dieses Bild hatte ich beim Hören von “Fed To The Lions“ immer wieder vor Augen. Und plötzlich war doch noch etwas, an das mich die Musik von TAX THE HEAT der Art nach immer wieder erinnerte: an die Musik der QUEENS OF THE STONEAGE. Als sich letztendlich das finale “Lost Our Way“ aus den Boxen in die Gehörgänge und von dort bis ins Hirn vortanzt, steht auch das Gesamtfazit: Die vier Briten haben einen energiegeladenen Erstling abgeliefert, der immer wieder an die späte 60er Jahre Rockmusik erinnert, es aber gleichzeitig schafft, diese mit modernen Elementen des Indie-Rock und Brit-Pop zu verbinden. Dabei herausgekommen ist ein Album, das frisch und abwechslungsreich daherkommt und bestens geeignet ist, ein wenig Sonne und gute Laune in jeden noch so grauen Tag zu bringen.

31.03.2016

Metal is my religion \m/

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