The Dogs - Crossmaker

Review

Soundcheck März 2020# 19 Galerie mit 20 Bildern: The Dogs - Summer Breeze Open Air 2019

THE DOGS, Band des norwegischen Performancekünstlers und Sängers Christopher Schau, legen wieder einmal ein flottes Arbeitstempo vor: Seit ihrem letzten Album „Before Brutality“ sind gerade einmal 14 Monate vergangen, und das neue Werk „Crossmaker“ ist dann ja auch bereits das achte Studioalbum seit 2013. Noch berüchtigter sind die Jungs aus Oslo allerdings für ihre Liveshows, die den Grat zwischen Pöbelei und Augenzwinkern ausloten und ansonsten auf vollen Körperkontakt mit dem Publikum setzen. Und da sie Garagerock spielen, ist das alles mit einer gewissen Lautstärke und akustischen Vehemenz verbunden. Wenn Schau in seiner Neujahrsansprache also darauf hinweist, dass bei THE DOGS niemand im Publikum die Chance habe zu quatschen oder sich zu unterhalten, einfach weil es so laut ist, ist da schon was Wahres dran.

THE DOGS loten den Grat zwischen Pöbelei und Augenzwinkern aus

Der Hinweis auf den Garagerock führt denn auch direkt zum Opener von „Crossmaker“, der im Hauptriff ein wenig an „I Wanna Be Your Dog“ von THE STOOGES erinnert – wie passend! Dabei klingen die zehn Songs allerdings nicht ganz so wüst, setzen nicht so vehement auf Rückkopplung und Laustärke, sondern besitzen durchaus Zwischentöne. Klar, Schaus Gesang ist durchgehend verzerrt, aber der Keyboarder hat eigentlich immer genug zu tun, und ohne Hintergrundchöre kommt auch kein Stück aus. Außerdem setzen die Stücke nicht notwendigerweise nur auf Schrammeln oder Riffs, sondern sind teilweise auch treibende Rocker mit nachvollziehbaren Akkordwechseln und netten Gesangslinien („Without Warning“, „I Never Wanted Us“). Schaus Gesang ist in diesen Passagen auch eine gewisse Eleganz nicht abzusprechen.

„Crossmaker“ besitzt Qualität

Dabei besitzen die Songs durchaus Qualität und memorable Passagen, um „Crossmaker“ aus der Menge der Veröffentlichungen herauszuheben. Dabei muss man allerdings nicht notwendigerweise der Lesart Schaus folgen, dass sich die Band angesichts der Qualität der Scheibe gar nicht auf eine Single festlegen konnte und deshalb alle Songs als Singles veröffentlicht – zum Ende hin lässt das Album nämlich ein wenig nach: „Without A Warning“ klingt nicht ganz so frisch wie beabsichtigt und der sanfte Rausschmeißer „Make It Hurt Until We Forget“ fesselt nicht notwendigerweise. Dennoch ist „Crossmaker“ ein Album, das Spaß macht und bei aller vordergründigen Vehemenz genügend Wert auf gute Songs legt. Wer etwas mit THE DOGS anfangen kann, wird also nicht enttäuscht werden.

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11.03.2020

- Dreaming in Red -

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