The Flaming Sideburns - Silver Flames

Review

Es hat zwar 20 Jahre gedauert, doch endlich veröffentlichen THE FLAMING SIDEBURNS ihre neue Platte “Silver Flames“. Überraschenderweise entstand das Album in Originalbesetzung, denn nachdem sich die fünf bereits 2018 für eine Tour wiedervereinten, begann der gemeinsame Songwritingprozess schon on the road. Das Album schließt an ihr legendäres Debütalbum “Hallelujah Rock’n’Rollah“ an, welches der Band Anfang der 2000er zu internationaler Bekanntheit verhalf.

Back to the roots

Mit der Veröffentlichung von “Silver Flames“ hätten wohl selbst die treusten Fans nicht mehr gerechnet. Umso größer ist deshalb auch der Hype um die neue Platte. Musikalisch gesehen lässt die Band den wilden Rock’n’Roll Spirit der frühen 2000er wieder aufleben. Von straighten Rocknummern wie beispielsweise dem Titeltrack bis hin zu psychedelischen Songs wie “Niburu“ ist auf diesem Album für jeden Rockliebhaber etwas dabei.

Psychedelic Rock vom feinsten

Ein Song, der als Paradebeispiel für gelungenen Psychedelic Rock aufgelistet herhält, ist “Reverberation (Doubt)“. Hier spielt schon der Titel auf die von THE FLAMING SIDEBURNS gekonnt eingesetzten Reverb-Effekte an. Diese sorgen in Kombination mit den halligen Vocalsounds für ein sphärisches Hörerlebnis. Auch der darauffolgende Track, “Soulshaking“, bietet passend zum Titel funkige Soulvibes, untermalt von einer groovigen Bassline.

Ein Album mit vielen Facetten

THE FLAMING SIDEBURNS sorgen mit den zwei letzten Songs des Albums für eine erneute Wendung. Die Tracks “Nibiru“ und “Trance-Noché“ heben sich durch ihre spanischen Texte vom Rest des Albums ab und geben “Silver Flames“ somit nochmal eine ganz neue und individuelle Note. Die lateinamerikanischen Einflüsse spiegeln sich jedoch auch im Soundbild wider und verleihen dem Album zum Schluss noch die nötige “Latin American madness“. Die Positionierung dieser aus der Reihe tanzenden Tracks am Ende ist jedoch fragwürdig, denn dadurch fehlt dem Album ein runder Abschluss.

Tribut an Robert Dahlqvist

Mit “A Song For Robert“ gedenken die Musiker an ihren verstorbenen Freund und Kollegen Robert Dahlqvist, welcher unter anderem Gitarrist und Sänger bei Bands wie THE HELLACOPTERS und THUNDER EXPRESS war und mit THE FLAMING SIDEBURNS oftmals die Bühne geteilt hat. Der zunächst ruhig beginnende Track löst sich in einen Song mit Hitpotenzial auf: “It’s gonna be loud tonight“, ist eine Ansage, die gerade live sehr eindrucksvoll wirken wird.

THE FLAMING SIDEBURNS liefern mit “Silver Flames“ ein zweites Debüt

Dass mit der Wiedervereinigung der Band im Jahre 2021 keiner mehr gerechnet hat, liegt wohl auf der Hand. Außer Frage steht nach dem Hören auch, dass THE FLAMING SIDEBURNS noch genauso abliefern wie vor 20 Jahren. “Silver Flames“ strotzt nur so vor Nostalgie und bietet einen deutlichen Kontrast zu moderneren Rockbands. Es bleibt also nur zu hoffen, dass die Musiker diesmal vereint bleiben und noch weitere Hits schreiben.

Text: Luisa Knauss

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22.04.2021

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