The Foreshadowing - Seven Heads Ten Horns

Review

Galerie mit 36 Bildern: The Foreshadowing - Rockharz Open Air 2012

Anhänger des melancholischen Doom Metals kommen dieser Tage voll auf ihre Kosten! Denn neben dem neuen Album der einstiegen KATATONIA Ableger OCTOBER TIDE veröffentlichen die 2005 gegründeten italienischen Gothic-Doomer THE FORESHADOWING ebenfalls ein neues Werk namens „Seven Heads Ten Horns“. Beim vierten Opus handelt es sich um ein Konzeptalbum über die Parallelen des modernen Europas mit dem Niedergang des einstiegen Babylons. Doch keine Sorge, „Seven Heads Ten Horns“ ist kein überheblicher musikalischer Turmbau, sondern ein wunderbares Werk in der Schnittmenge aus Gothic und Doom Metal mit mystischer Stimmung, vertonte schwermütige Melancholie.

„Seven Heads Ten Horns“ beginnt mit dem Intro „Ishtar“, die wichtigste babylonische Kriegsgöttin und Morgen- sowie Abendstern, welches das neue Album von THE FORESHADOWING ruhig und sanft mit Akustikgitarre stimmungsvoll einleitet. Wunderbarer Kontrast zu den ansonsten doch oft schwulstig-bombastischen, nicht selten kitschigen Einleitungen. Der folgende Song „Fall Of Heroes“ greift die Melodie mit der E-Gitarre auf, dazu kommen Klargesang und Chöre, dezente, nur akzentuierende Orchestrierung, eingängiger Refrain, traurige Twin-Leads, heroisch römischer Pathos, sehr episch und melancholisch, dabei voll mitreißend und die Gedanken entführend. „Two Horizons“ ist ein sehr eingängiges Stück, etwas ruhiger und emotionaler gehalten, mit rauen Rhythmusgitarren und beklemmender Atmosphäre, der vorher herrschende Heroismus ist weggefegt. Schon alleine das bisher gehörte rechtfertigt den Kauf von „Seven Heads Ten Horns“, aber THE FORESHADOWING haben noch mehr zu bieten: „New Babylon“ bricht etwas aus und hat einen progressiveren Aufbau, ohne dabei Ohrwurmqualitäten zu vernachlässigen. Das ruhige, melodische und melancholische „Lost Soldiers“ mit seinen Clean-Gitarren wurde um Streicher bereichert, während „17“ orientalischen Flair versprüht sowie eine düstere Female-Spoken-Word-Passage in der Bridge enthält, ehe die sanfte, langsame Ballade „Until We Fail“ ertönt, ein sehr melancholisches Stück, in welchem die Stimme von Sänger Marco Benevento im Mittelpunkt steht. Das abwechslungsreiche „Martyrdom“ pendelt zwischen schleppendem Doom, schnelleren Passagen und orientalisch klingenden Parts, die Hauptmelodie ist richtig packend. Sein Finale findet „Seven Heads Ten Horns“ mit dem vierteiligen, vierzehnminütigen „Nimrod“, ein tragischer, düsterer Epos.

THE FORESHADOWING schaffen es mit „Seven Heads Ten Horns“ erneut wieder, eigentlich durchaus gängige Stilmittel so miteinander zu verweben und einfallreich einzusetzen, dass das Album frisch, eingängig und fordernd zugleich wirkt. Und ganz wichtig: Atmosphäre statt Klischee!

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20.04.2016

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