The Moth - And Then Rise

Review

Irgendwo muss in Hamburg ein Nest sein, das seit einigen Jahren in regelmäßiger Frequenz bemerkenswerte Bands ausspuckt und die (über-)regionale Doom- und Sludge-Szene bereichert. Man denke nur an MANTAR, SHAKHTYOR oder MOUNTAIN WITCH sowie OPHIS und DOWNFALL OF GAIA, die sich in Teilen auch aus der Hansestadt rekrutieren. Zudem geht das Szene-Festival Droneburg dieses Jahr in die fünfte Runde und zeigt: seit den glorreichen Heavy-/Power-Metal-Tagen der 80er und 90er drängt Hamburg wieder mit Macht auf die metallische Landkarte. Und es kommt wohl nicht von ungefähr, dass im Falle von THE MOTH die Titel ihrer bisherigen zwei Alben einen vollständigen Satz ergeben,…

…der sich problemlos auf den musikalischen Inhalt übertragen lässt. „They Fall“ war gut mit Abstrichen hinten raus, „And Then Rise“ ist auf ganzer Linie besser. Die dominieren Elemente im Sound des Trios sind nach wie vor minimalistische wie leicht nachvollziehbare Riffs zwischen Sludge, Doom und Stoner, der fast durchgehend gedoppelte Gesang von Bassistin Cécile (clean dominant) und Gitarrist Freden (Growls im Hintergrund) sowie simple als auch verfängliche Leads, die durchaus melancholisch die Grenze zur Weinerlichkeit nicht übertreten. Dazu ist das im Gros zwischen QUEENS OF THE STONE AGE, KYLESA, HIGH ON FIRE, CROWBAR und manchmal auch SAINT VITUS („To Rise – In Wino Veritas“ lässt grüßen) angelegte Material auch nicht bestimmt.

Dafür ist „And Then Rise“ auch mit einem ungleich dynamischeren Sound versehen, der den Drive des Vorgängers locker in die Tasche steckt. Über Déja-Vu-Momente (das Tapping-Solo in „Awaiting“ und der wirbelnde Beginn „Travel Light“ erinnern frappant an ihre Gegenstücke in „Won’t Return“ und „Wasted Time“) lässt sich hinwegsehen; THE MOTH homogenisieren dieses Mal das Qualitätsniveau über die Eingängigkeit schmissigen Grooves, dröhnenden Dooms und meditativen Wogen hinweg und offenbaren nur bedingt inspirationsarme Hänger („Last Times“, „Slowly To Die“). Das Trio lehnt sich auf ihrem zweiten Album experimentell nur so weit aus dem Fenster, wie es nötig ist und nicht nach Selbstplagiat klingt. This Charming Man Records haben sich mit THE MOTH ein Kleinod ins Haus geholt, das seine Formel gefunden zu haben scheint und sie künftig nur noch auf Hochglanz polieren muss.

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01.04.2015

Der metal.de Serviervorschlag

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