The Negative Bias - Tapeworm Pyramids

Review

THE NEGATIVE BIAS ist eine Combo von sehr aktiven Musikern aus Österreich, welche unter anderem durch ihre Beteiligung an bekannten Bands wie GOLDEN DAWN und AGRYPNIE einen angemessenen Arbeitsnachweis vorlegen. 2017 erschien das Debütalbum „Lamentation of the Chaos Omega„, vor zwei Jahren der Nachfolger „Narcissus Rising“. Vor einem möglichen neuen Album steht nun die EP „Tapeworm Pyramids“.

Black Metal aus dem Weltall und DEAD CAN DANCE – „Tapeworm Pyramids“

Cosmic Black Metal schreiben sich THE NEGATIVE BIAS betreffend ihres Stils auf die Fahne. „Tapeworm Pyramids“ interpretiert diese Kreation in Form von flottem Black Metal mit orthodoxer Schlagseite. Ein gewisser Hang zur großen Geste ist dabei ebenso schwerlich zu leugnen wie das Abwechslungsreichtum beim Songwriting. Atmosphärische Keyboard-Passagen, Chöre, Samples und orthodoxe Blast-Passagen kredenzt die Band bereits im Opener und Titeltrack. „The Alpha, The Omega – Nebulatorian Machines“ ist straighter und eingängiger. Insgesamt gibt es auf „Tapeworm Pyramids“ in wenigen Minuten viel zu erkunden.

Neben diesen zwei recht umfassenden eigenen Stück findet sich auf „Tapeworm Pyramids“ abschließend ein DEAD CAN DANCE-Cover vom legendären dritten Album „Within The Realm Of A Dying Sun“ (1987). Eigentlich eine gute Idee, DEAD CAN DANCE in eine metallische Form zu gießen. Auf der anderen Seite kommt die Frage auf, warum dies nicht häufiger vorkommt. Logisch, die Schwere der Vorlage gibt einige Rätsel auf und beinhaltet zahlreiche Fallstricke.

Vorsichtshalber bleibt diese Umsetzung von „Anywhere Out of the World“ sehr nah am Original. Die Umsetzung von THE NEGATIVE BIAS ist insgesamt keinesfalls schlecht, obwohl der Graben zum Original selbstredend tief ist. Deutlich spannender und eigenständiger ist in diesem Zusammenhang das PARADISE LOST-Cover von DEAD CAN DANCE, welche sich auf „Symbol Of Life“ (2002) ebenfalls einen Song von „Within The Realm Of A Dying Sun“ vorgenommen haben.

THE NEGATIVE BIAS auf Identitätssuche…

„Tapeworm Pyramids“ ist eine anspruchsvoll komponierte EP, welche als das Erzeugnis von sehr fortgeschrittenen Musikern erkennbar ist. THE NEGATIVE BIAS bleiben insgesamt noch etwas blass, wenn es um eine eigene musikalische Identität geht. „Tapeworm Pyramids“ greift in viele Töpfe, ist dabei sehr abwechslungsreich, hinterlässt aber am Ende keinen wirklichen Fußabdruck.

14.07.2021

Stellv. Chefredakteur

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2 Kommentare zu The Negative Bias - Tapeworm Pyramids

  1. nili68 sagt:

    >greift in viele Töpfe, ist dabei sehr abwechslungsreich, hinterlässt aber am Ende keinen wirklichen Fußabdruck.<

    Ja, vermutlich deshalb. Lieber einen Stil perfektionieren (zumindest versuchen), als zu sehen, wie viele Stile man auf einem Album/Song unterbringen kann. Naja, ist aber nicht meine Band..

  2. Schraluk sagt:

    Teile die Einschätzung nicht. Die EP ist nicht nur der stärkste Release von Vendetta dieses Jahr, der Facettenreichtum der zwei Stücke ist zudem das Besondere und der ‚Fußabdruck‘ der Band. Dead Can Dance zu covern, wird immer bedeuten, es weit schlechter zu machen als das Original. Dafür haben sich The Negative Bias allerdings ziemlich cool aus der Affäre gezogen. Nicht nur aufgrund des ausgewählten Songs.

    8/10