The Order Of Apollyon - The Flesh

Review

Seit geraumer Zeit geistert der Name eines neuen All-Star-Projekts durch die Medien, das unterem anderem aus Mitgliedern von ABORTED, CRADLE OF FILTH und AKERCOCKE bestehen soll. Darüber hinaus lässt sich aber nur sehr wenig über die Band in Erfahrung bringen. Offenbar sind die Herren auf eine mystische Aura bedacht. Oder haben wir es hierbei doch wieder nur mit einer ausgeklügelten Marketingstrategie zu tun?!

Fakt ist jedoch, dass ein gewisser BST der Anführer dieser Horde ist. Und hat man diese Information erst einmal, lässt sich das Mysterium auch entwirren. Hinter dem Pseudonym BST, steckt nämlich ein gewisser Sébastien Tuvi, der im letzten Jahr ABORTED verlassen musste (oder auch freiwillig gegangen ist – hier gibt es verschiedene Meinungen…) und bisher in unzähligen Bands und Projekten tätig war. Als weiteren Akt seines Schaffensdrangs, darf man nun also auch THE ORDER OF APOLLYON vermerken.
Mit an Bord, sein ebenfalls geschasster ABORTED-Kollege Daniel Wilding, James McIlroy (Ex-CRADLE OF FILTH), und Peter Benjamin von AKERCOCKE.

Doch genug des Namedroppings, entscheidend ist, was hinten rauskommt.
Wie bei diesem Lineup nicht anders zu erwarten, haben sich THE ORDER OF APOLLYON dem Black Metal verschrieben.
Dabei verschließt sich die Band auf ihrem Debüt „The Flesh“ anderen Spielarten aber nicht, und lässt auch den guten alten Death Metal zu Wort kommen.
Ein weiteres positives Merkmal ist der Verzicht auf schwülstige Keyboardflächen. Ihre (sicher ernst zu nehmende) Message vom großen Gott, dem letzten Gericht und den Qualen, denen sich die Ungläubigen aussetzen werden müssen, verpacken THE ORDER OF APOLLYON folgerichtig und zum Glück in ein, dem Thema angepasstes, raues Gewand.
Dabei gehen sie äußerst variabel vor, packen sowohl Blast-, als auch Groovepassagen in ihre Songs und lassen häufig melodische Leads einfließen.
In der Summe ergibt das einen stimmungsvollen Mix aus den Haupt- bzw. Ex-Bands aller Beteiligten, der aber trotzdem relativ eigenständig klingt.
Neben der guten Gitarrenarbeit, ist es vor allem Daniel Wildings Schlagzeugspiel, das auf „The Flesh“ heraussticht und die Songs aufwertet.

Allerdings, und das ist das einzig Negative, bieten THE ORDER OF APOLLYON dem Hörer nichts wirklich Neues oder Sensationelles. Bei aller Qualität des Dargebotenen fehlt unterm Strich doch das letzte Quäntchen zum großen Durchbruch.
Wem das aber sowieso egal ist, der wird mit dem ruppigen Black/Death Metal der Gruppe sicher gut bedient.

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07.04.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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