The Past Alive - Sweet Dreams EP

Review

THE PAST ALIVE aus Heilbronn machen nun schon seit einigen Jahren die Szene unsicher und haben mit den Scheiben „Deepest Inner“ 2002 und „What You Need“ 2005 bereits auf sich aufmerksam gemacht. Nun steht mit der EP „Sweet Dreams“ das neue Werk des Quartetts auf der Matte und es scheint, als ob THE PAST ALIVE endlich zu den ganz hoffnungsvollen Newcomern gehören.

Denn bereits mit dem Opener „Thick Red Flood“, was zuerst an ANNIHILATOR erinnert, machen die Jungs klar: Sie wissen was sie wollen und sie können es auch umsetzen. Das coole Stück lebt sehr von dem starken Zusammenspiel der Musiker, auch wenn der Gesang von Nik Gledic anfänglich noch etwas gewöhnungsbedürftig erscheint. Der Frontmann verfügt zwar nicht über die voluminöseste Stimme des Genres, allerdings hat er eine sehr markante Ader. Manchmal kommen einem Vergleich zu Warrel Dane (NEVERMORE, SANCTUARY), Randy Rampage (ex ANNIHILATOR) und James Hetfield (METALLICA) in den Sinn. Weiter geht es mit „Take That Course“, welches vor allem durch die cool gespielte Gitarre und das lässige Schlagzeug gefällt. Und spätestens wenn der Chorus einsetzt, bekommt man die Nummer nicht mehr aus dem Kopf. Bei diesem Albumtitel ein Cover des gleichnamigen Pophits von den EURYTHMICS zu machen, liegt zwar nicht direkt auf der Hand, macht unter Umständen allerdings Sinn. Dabei wurde das Stück mit flotten Riffs unterlegt und recht eigenwillig interpretiert. Die Version von MARYLIN MANSON hat zwar mehr Charme, aber THE PAST ALIVE brauchen sich mit diesem Song nicht zu verstecken.

Weitergeführt wird die Langrille von „News Today“, welches herrlich melancholisch beginnt, im späteren Verlauf jedoch richtig ausbricht. Und genau da setzt „Misguided“ an, bei schnellen Riffs, die an selige 80er Thrash-Metal-Helden erinnern. Spätestens hier macht sich die sterile aber druckvolle Produktion der EP bezahlt, denn genau diese passt einfach nur spitze zum Track. Das folgende „My Name Is Time“ kann wieder mit einem catchy Refrain überzeugen und die ruhige Gitarrenpassage setzt dem Fass die Krone auf. Anschließend wird noch mal ordentlich Gas gegeben. „One Of The Moments“, die wohl brachialste Nummer der EP, bringt zum (vorläufigen) Schluss noch mal jeden Banger in Bewegung und bildet einen gelungenen Abschluss einer klasse Scheibe. Sozusagen als Bonustrack gibt es noch „News Today“ als Radio Edit im Anhang.

Schade, dass „Sweet Dreams“ lediglich eine EP ist. Man kann sicher sein, dass die Jungs es auch geschafft hätten, ein Album voll zu packen. Aber egal, dann muss man sich eben erst mit der EP begnügen, bis das nächste Album zur Verfügung steht.

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23.08.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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